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Auf einen Blick

Schaeffler am Kapitalmarkt

Die Schaeffler AG hat den Fokus der Kapitalmarktkommunikation im zweiten Jahr nach dem Börsengang im Oktober 2015 insbesondere auf den weiteren Ausbau der Investorenbeziehungen, die Erhöhung der Transparenz gegenüber den Kapitalmarktteilnehmern sowie die Strategiekommunikation gelegt.

Ereignisse 2017

Zweites Investment Grade-Rating von Fitch

Am 25. April 2017 publizierte die Ratingagentur Fitch Ratings erstmals ein Rating für die Schaeffler AG. Fitch bewertete die Schaeffler AG mit BBB- (Investment Grade), der Ausblick ist stabil. Die Anleihen wurden ebenfalls mit einem BBB- Rating eingestuft. Damit wird die Schaeffler AG nun von den drei Ratingagenturen Fitch, Moody’s sowie Standard & Poor’s bewertet.

Dividende auf 50 Cent je Vorzugsaktie erhöht

Die Hauptversammlung der Schaeffler AG hat am 26. April 2017 beschlossen, eine Dividende in Höhe von 0,49 EUR je Stammaktie (Vj.: 0,34 EUR; Sonderdividende 0,15 EUR) und 0,50 EUR je Vorzugsaktie (Vj.: 0,35 EUR; Sonderdividende 0,15 EUR) an die Aktionäre der Schaeffler AG für das Geschäftsjahr 2016 auszuzahlen. Dies entspricht einer Ausschüttung von 34,1 % bezogen auf das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis vor Sondereffekten und liegt damit innerhalb der vom Unternehmen geplanten Ausschüttungsquote in Höhe von 30 bis 40 %.

Senkung Ergebnisprognose für 2017

Am 26. Juni 2017 hat der Vorstand der Schaeffler AG beschlossen, aufgrund einer im Vorjahresvergleich deutlich schwächeren Ergebnisentwicklung der Sparte Automotive im zweiten Quartal 2017 die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 von bisher 12 bis 13 % EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 11 bis 12 % zu reduzieren. Gleichzeitig wurde auf dieser Basis die Free Cash Flow-Erwartung für das Gesamtjahr 2017 von rd. 600 Mio. EUR auf rd. 500 Mio. EUR zurückgenommen. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2017 wurde bestätigt. Die Schaeffler AG rechnete weiter mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 4 bis 5 %.

„Agenda 4 plus One“ mit drei zentralen Zukunftschancen

Der vom 10. bis 13. Juli 2017 durchgeführte Strategie-Dialog 2017 der Schaeffler Gruppe stand im Zeichen des Transformationsprogramms „Agenda 4 plus One“ und der dafür erforderlichen Richtungsentscheidungen. U. a. wurde beschlossen, zum 01. Januar 2018 einen eigenständigen Unternehmensbereich E-Mobilität zu schaffen. In diesem werden sämtliche Produkte und Systemlösungen für hybride und rein batteriebetriebene Fahrzeuge gebündelt. Darüber hinaus wird neben dem deutschen Kompetenzzentrum für E-Mobilität in Bühl ein weiteres Kompetenzzentrum E-Mobilität in China aufgebaut, um so der wachsenden Bedeutung des chinesischen Marktes im Bereich der E-Mobilität Rechnung zu tragen. In der Sparte Industrie wird seit dem 01. Januar 2018 das gesamte industriespezifische Geschäft mit mechatronischen Systemen und digitalen Dienstleistungen sowie den dafür erforderlichen Komponenten in einer eigenständigen Organisationseinheit Industrie 4.0 zusammengefasst. Die getroffenen Richtungsentscheidungen basieren auf dem Modell des integrierten Automobil- und Industriezulieferers und der Unternehmensstrategie „Mobilität für morgen“ mit ihren drei zentralen Zukunftschancen E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung.

Dietmar Heinrich neuer CFO

Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG hat in seiner Sitzung am 17. Juli 2017 Herrn Dietmar Heinrich (vormals Regionaler CEO Europa) zum Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG bestellt. Er hat zum 01. August 2017 das Amt des Finanzvorstands übernommen und wurde so Nachfolger von Herrn Dr. Ulrich Hauck. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat der Schaeffler AG beschlossen, den Vertrag von Herrn Dr. Stefan Spindler, Vorstand der Sparte Industrie, um fünf Jahre bis zum 30. April 2023 zu verlängern. Herr Jürgen Ziegler wurde zum 01. August 2017 Mitglied des Executive Board der Schaeffler Gruppe und übernahm als Nachfolger von Herrn Heinrich dort die Position des Regionalen CEO Europa.

Zweiter Kapitalmarkttag der Schaeffler AG

Am 20. Juli 2017 fand am Standort Bühl der zweite Kapitalmarkttag der Schaeffler AG statt. Vor 40 Investoren und Analysten erläuterte das Unternehmen seine strategische Ausrichtung sowie die langfristigen Wachstumsaussichten. Schaeffler unterstrich die Eckpunkte der Equity Story für 2017, die weiter auf drei wesentlichen Treibern beruht: (1) über Markt liegendes Umsatzwachstum der Sparte Automotive, (2) kontinuierliche Ergebnisverbesserung der Sparte Industrie und (3) einem starken Free Cash Flow zur Finanzierung des weiteren organischen Wachstums. Darüber hinaus bekräftigte das Unternehmen die Ziele für 2017 und bestätigte seine Finanziellen Ambitionen 2020. Die Schaeffler Gruppe strebt an, den Umsatz – bereinigt um Währungseinflüsse – in den nächsten Jahren durchschnittlich um 4 bis 6 % pro Jahr zu steigern. Des Weiteren sollen im Jahr 2020 eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 12 bis 13 % und ein Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten von rd. 900 Mio. EUR erwirtschaftet werden. Das Ergebnis je Aktie soll auf dieser Basis im Jahr 2020 rd. 2,00 EUR pro Aktie betragen. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Bilanzqualität bis 2020 weiter zu verbessern und eine Dividende in Höhe von 30 bis 40 % des bereinigten Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten.

One Schaeffler India

Die Schaeffler Gruppe hat am 30. August 2017 die geplante Verschmelzung der drei Tochtergesellschaften in Indien – Schaeffler India Ltd. (vormals FAG Bearings India Ltd.), INA Bearings India Private Ltd. und LuK India Private Ltd. – bekannt gegeben. Die Verschmelzung steht noch unter dem Vorbehalt der lokal erforderlichen regulatorischen Genehmigungen sowie der Zustimmung der Minderheitsaktionäre. Das Closing der Transaktion wird voraussichtlich im dritten Quartal 2018 erfolgen. Ziel dieser Transaktion ist es, die bisherige Struktur zu vereinfachen, Komplexität zu reduzieren und eine starke Schaeffler-Einheit in Indien zu schaffen, um so das zukünftige Wachstumspotenzial in Indien noch besser realisieren zu können. Die Gesellschaft wird unter dem Namen „Schaeffler India Limited“ firmieren und weiter börsennotiert bleiben. Im Zuge der Transaktion wird sich der durchgerechnete Anteil der Schaeffler AG an der Schaeffler India Limited von heute rd. 51 % auf rd. 74 % erhöhen.

IR-Team verstärkt

Frau Renata Casaro hat zum 01. Oktober 2017 die Leitung des Bereichs Investor Relations der Schaeffler Gruppe übernommen. Frau Casaro verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich der Aktien-, Zins- und Währungsmärkte und war zuletzt als Leiter Investor Relations bei einem Hersteller von Konsumgütern angestellt.

Automotive Aftermarket wird dritte Sparte

Das Präsidium des Aufsichtsrats der Schaeffler AG hat in seiner Sitzung am 05. Oktober 2017 dem Vorschlag des Vorstands der Schaeffler AG zugestimmt, den bisherigen Unternehmensbereich Automotive Aftermarket ab 01. Januar 2018 zu einem eigenständigen Vorstandsressort zu erheben und als dritte Unternehmenssparte zu etablieren. Mit der Etablierung des neuen Vorstandsressorts teilt die Schaeffler Gruppe ihr Geschäft zukünftig in die drei Sparten Automotive OEM, Automotive Aftermarket und Industrie.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat der Schaeffler AG beschlossen, Herrn Michael Söding mit Wirkung zum 01. Januar 2018 zum Mitglied des Vorstands der Schaeffler AG zu bestellen. Er hat auf Vorstandsebene die Verantwortung für das Automotive Aftermarket-Geschäft übernommen. Herr Söding war seit 2009 Vorsitzender der Geschäftsleitung des Unternehmensbereichs Automotive Aftermarket.

Die drei Sparten werden zukünftig aus den dezentralen Standorten Bühl, Langen und Schweinfurt gesteuert. Dabei wird Bühl künftig der Hauptsitz der Sparte Automotive OEM sein. Die neue Sparte Automotive Aftermarket wird aus Langen geführt. Die Sparte Industrie behält ihren Hauptsitz in Schweinfurt. Die Konzernzentrale der Schaeffler Gruppe ist in Herzogenaurach.

M&A-Strategie weiter umgesetzt

Am 04. Oktober 2017 hat die Schaeffler Gruppe einen Kaufvertrag für 100 % der Anteile der autinity systems GmbH abgeschlossen. Das in Chemnitz angesiedelte IT-Unternehmen ist spezialisiert auf die digitale Maschinendatenerfassung und -auswertung. Der Kauf stellt einen weiteren wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Digitalen Agenda der Schaeffler Gruppe dar und ist Teil der verabschiedeten M&A-Strategie des Unternehmens. Diese sieht zur Unterstützung der Strategie „Mobilität für morgen“ technologische Ergänzungen in sieben strategischen Suchfeldern für Industrie und Automotive vor.

Ein Jahr nach Übernahme der Mehrheit an der Compact Dynamics GmbH hat die Schaeffler Gruppe am 12. Dezember 2017 die restlichen 49 % der Anteile des Unternehmens von der SEMIKRON International GmbH erworben. Die Compact Dynamics GmbH mit Sitz in Starnberg ist ein Entwicklungsspezialist auf dem Gebiet innovativer, elektrischer Antriebskonzepte mit Fokus auf Hochleistungsantriebe und integriertem Leichtbau in Kleinserien und in Motorsportanwendungen. Mit der Akquisition erweitert Schaeffler seine Kompetenzen im Bereich E-Motoren und Leistungselektronik für die Entwicklung und Fertigung von elektrischen Antrieben.


Entwicklung Kapitalmärkte

Das Jahr 2017 war durch starke Zuwächse an den globalen Kapitalmärkten geprägt. Sowohl der Dow Jones Industrial Average (DJIA) als auch der Deutsche Aktienindex (DAX) konnten neue Allzeithochs erreichen. Haupttreiber waren die weiterhin expansive Politik der Zentralbanken, eine Erholung des Öl-Preises sowie eine robuste globale Konjunktur. Die Volatilität der Wechselkurse blieb weiterhin hoch, der Euro legte im Jahresverlauf gegenüber dem US-Dollar um fast 15 Cent an Wert zu (31. Dezember 2017: 1,20 USD).

Der DAX konnte 2017 insgesamt um 12,5 % zulegen und notierte zum Ende des Jahres bei 12.918 Punkten. Das Jahres- und zugleich Allzeithoch wurde am 03. November 2017 bei 13.479 Punkten erreicht. Der MDAX stieg 2017 um 18,1 % und damit deutlich stärker als der DAX. Während der Euro STOXX 50 im Jahresverlauf um 6,5 % zunahm, entwickelte sich der europäische Branchenindex STOXX Europe 600 Automobiles & Parts mit 13,3 % stärker als der Euro STOXX 50. Der DJIA stieg 2017 deutlich um 25,1 %, nicht zuletzt auch getrieben durch die starke Performance der Technologie-Werte. Der japanische Index Nikkei 225 konnte im Berichtsjahr 19,1 % zulegen.

Zu Beginn des Jahres 2017 waren die globalen Kapitalmärkte insbesondere noch durch Unsicherheiten infolge der Wahl in den USA, der Wahl in den Niederlanden sowie der Diskussion rund um den EU-Austritt des Vereinigten Königreichs geprägt. Diese lösten sich jedoch im Verlauf des Quartals zunehmend auf. Während der DAX das erste Quartal 2017 mit einem Plus von 7,2 % beendete (gegenüber dem 31. Dezember 2016), lag der Nikkei 225 leicht im Minus. Der DJIA konnte um 4,6 % zulegen und erreichte damit ein vorübergehendes Allzeithoch.

In der Europäischen Union nahm die politische Unsicherheit im zweiten Quartal 2017 kontinuierlich ab, was zu einer insgesamt positiven Stimmung der Märkte führte. Dadurch setzte der DAX seine Aufwärtsbewegung fort und markierte am 19. Juni ein vorübergehendes Allzeithoch bei 12.889 Punkten. Den Großteil der Gewinne gab er jedoch gegen Ende des Quartals wieder ab.

Im dritten Quartal 2017 bewegten sich die globalen Aktienmärkte zunächst seitwärts, auch aufgrund zunehmender geopolitischer Spannungen. Positive volkswirtschaftliche Daten und robuste Unternehmenszahlen konnten jedoch gegen Ende des Quartals zu einem deutlichen Kursplus verhelfen. Der DJIA erreichte am 20. September 2017 ein neues vorübergehendes Allzeithoch bei 22.413 Punkten.

Im vierten Quartal 2017 konnten die wesentlichen globalen Indizes weiter zulegen, gestützt durch eine robuste Konjunktur. Die zunehmende Wahrscheinlichkeit einer umfangreichen Steuerreform in den USA hatte ebenfalls positiven Einfluss auf die globalen Kapitalmärkte. Der steigende Euro-Kurs sowie eine weiterhin angespannte geopolitische Lage wurden dagegen, insbesondere auch in Europa, größtenteils ausgeblendet. Während DAX und Euro STOXX 50 das hohe Niveau vom Ende des dritten Quartals halten konnten und Anfang November 2017 neue Allzeithochs bei 13.479 bzw. 3.697 Punkten markierten, legten der DJIA und der Nikkei 225 weiter zu und erreichten kurz vor Ende des Berichtszeitraums neue Allzeithochs bei 24.838 bzw. 22.939 Punkten.

Der Markt für Unternehmensanleihen hat sich im Berichtsjahr 2017 insgesamt positiv entwickelt. So lag der iTraxx CrossOver (Laufzeit 5 Jahre), ein Indikator für das Kreditrisiko im europäischen High-Yield-Bereich, am 31. Dezember 2017 bei 233 Punkten, gegenüber 288 Basispunkten am 31. Dezember 2016. Die Entwicklung des iTraxx Europe (Laufzeit 5 Jahre), ein Indikator für das Risiko im europäischen Investment Grade Bereich, verlief ebenfalls positiv. Dieser lag am 31. Dezember 2017 bei nur noch 45 Basispunkten, gegenüber 72 Basispunkten am 31. Dezember 2016. Damit entwickelten sich die Anleihemärkte ähnlich stark wie die Aktienmärkte.


Schaeffler-Aktie

Die Schaeffler AG ist seit dem 09. Oktober 2015 mit Vorzugsaktien an der Börse notiert. Insgesamt sind 166 Millionen Stück auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien zum Handel zugelassen

Stammdaten der Schaeffler-Aktie

ISIN
DE000SHA0159
Wertpapierkennnummer
SHA015
Börsenkürzel
SHA
Deutscher Börsenplatz
Börse Frankfurt (Prime Standard)
Indexzugehörigkeit
MDAX
Aktiengattung
Vorzüge
Anzahl Vorzugsaktien zum 31.12.2017
166.000.000
Free Float
100%1)

1) Rund 24,9 % des gesamten Grundkapitals von Stamm- und Vorzugsaktien von insgesamt 666 Millionen Aktien (davon 500 Millionen Stammaktien und 166 Millionen Vorzugsaktien).

Schaeffler-Aktie im Überblick

Das Grundkapital der Schaeffler AG besteht aus insgesamt 666 Millionen Aktien. Hiervon entfallen 500 Millionen auf Stammaktien, die von der IHO Verwaltungs GmbH gehalten werden und keine Börsenzulassung aufweisen. 166 Millionen auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien befinden sich seit dem 05. April 2016 im Streubesitz. Gemessen am gesamten Grundkapital von Stamm- und Vorzugsaktien beträgt der Streubesitz somit rd. 24,9 %.

Die Schaeffler AG plant, weiterhin eine Dividende in Höhe von 30 bis 40 % des Konzernergebnisses vor Sondereffekten an die Aktionäre auszuschütten. Dividendenberechtigt sind sowohl Stamm- als auch Vorzugsaktien. Die Vorzugsaktien sind mit einem Gewinnvorzug in Höhe von 0,01 EUR Vorzugsdividende pro Aktie ausgestattet.

Für das Geschäftsjahr 2017 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,54 EUR je Stammaktie und 0,55 EUR je Vorzugsaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttung von 35,4 % bezogen auf das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis vor Sondereffekten.

Entwicklung Schaeffler-Aktie

Die Schaeffler-Aktie legte 2017 um 5,2 % zu und entwickelte sich damit schwächer als die Vergleichsindizes MDAX (+18,1 %) und STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (+13,3 %). Dies lag im Wesentlichen an der gesenkten Ergebnisprognose im zweiten Quartal 2017, die nur teilweise durch eine bessere Entwicklung im dritten Quartal aufgeholt werden konnte. Zum 31. Dezember 2017 notierte die Vorzugsaktie der Schaeffler AG bei 14,79 EUR. Der höchste Kurs wurde am 30. März 2017 bei 16,52 EUR erreicht, das Tief lag am 21. August 2017 bei 11,36 EUR.

Performance der Schaeffler-Aktie

2017
2016
Jahresschlusskurs 31.12. (in EUR) 1)
14,79
14,06
Höchstkurs (in EUR) 1)
16,52
16,25
Tiefstkurs (in EUR) 1)
11,36
11,62
Durchschnittliches Handelsvolumen (in Stück)
882.843
675.132
DAX 31.12. 1)
12.918
11.481
MDAX 31.12. 1)
26.201
22.189
STOXX Europe 600 Automobiles & Parts 31.12. 1)
615
543
Durchschnittliche Aktienanzahl (in Mio. Stück)
-
-
Stammaktien
500
500
Vorzugsaktien
166
166
Ergebnis je Aktie (in EUR)
-
-
Stammaktie
1,47
1,29
Vorzugsaktie
1,48
1,30
Dividende je Aktie (in EUR) 2)
-
-
Stammaktie
0,54
0,49
Vorzugsaktie
0,55
0,50

1) Quelle: Bloomberg (Schlusskurse).
2) Für das jeweilige Geschäftsjahr, Vorschlag für 2017.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen lag im Geschäftsjahr 2017 bei 882.843 Aktien (Vj.: 675.132). Die deutliche Erhöhung des Handelsvolumens gegenüber der Vorjahresperiode ist im Wesentlichen auf die Platzierung von weiteren rd. 94,4 Millionen Vorzugsaktien der Schaeffler AG am im Jahr 2016 zurückzuführen.

Zum 31. März 2017 notierte die Vorzugsaktie der Schaeffler AG mit 16,48 EUR, was einem Kursplus gegenüber dem 31. Dezember 2016 von 17,3 % entsprach. Damit entwickelte sich die Aktie deutlich besser als die Vergleichsindizes DAX (+7,2 % gegenüber dem 31. Dezember 2016), MDAX (+7,7 %) sowie dem europäischen Branchenindex STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (+4,5 %).

Gegen Ende des zweiten Quartals 2017 kam es aufgrund der gesenkten Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 zu einem deutlichen Kursrückgang. Die Vorzugsaktie der Schaeffler AG notierte zum 30. Juni 2017 mit 12,54 EUR, was einem Kursrückgang gegenüber dem 31. März 2017 von 23,9 % entsprach.

Damit entwickelte sich die Aktie im zweiten Quartal 2017 insgesamt schlechter als die Vergleichsindizes DAX (+0,1 % gegenüber dem 31. März 2017), MDAX (+2,3 %) sowie dem europäischen Branchenindex STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (-5,3 %).

Im dritten Quartal setzte die Aktie zunächst ihre Abwärtsbewegung fort und notierte am 21. August 2017 am Jahrestiefstkurs bei 11,36 EUR. In der Folge konnte sich die Aktie jedoch, wie auch viele vergleichbar zyklische Unternehmen am Kapitalmarkt, wieder etwas erholen und damit einen Teil der Verluste aufholen. Zum 30. September 2017 notierte die Vorzugsaktie der Schaeffler AG bei 13,65 EUR, was einem Kursplus im Vergleich zum Ende des zweiten Quartals 2017 von 8,9 % entsprach. Im dritten Quartal 2017 entwickelte sich die Aktie damit besser als der DAX (+4,1 %) und MDAX (+6,3 %), jedoch leicht schwächer als der STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (+10,6 %).

Im letzten Quartal setzte sich die Kurserholung der Aktie weiter fort. Mit einem Kursplus von 8,3 % gegenüber dem 30. September 2017 entwickelte sich die Schaeffler-Aktie besser als die Vergleichsindizes MDAX (+0,8 %) und STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (+3,5 %)

Schaeffler-Anleihen und Rating

Die Schaeffler Gruppe hatte zum 31. Dezember 2017 vier Anleihen ausstehen, davon drei EUR-Anleihen sowie eine USD-Anleihe. Die Emittentin aller Anleihen ist die Schaeffler Finance B.V. in Barneveld, Niederlande.

Eine weitere Anleihe mit einer Laufzeit bis Mai 2021, einem Volumen von 700 Mio. USD und einem Kupon von 4,25 % wurde am 24. Mai 2017 vorzeitig vollständig zurückgezahlt. Die Mittel hierfür stammten aus verfügbarer Liquidität sowie einer teilweisen Inanspruchnahme der revolvierenden Kreditlinie (Revolving Credit Facility, RCF).

Zum 31. Dezember 2017 setzten sich die Anleihen der Schaeffler Gruppe wie folgt zusammen:

Anleihen der Schaeffler Gruppe

ISIN
Währung
Nominalwert
in Mio.
Kupon
Fälligkeit
Kurs in % 1)
31.12.2017
Kurs in % 1)
31.12.2016
XS1212469966
EUR
400
2,50 %
15.05.2020
101,40
102,30
XS1067864022
EUR
500
3,50 %
15.05.2022
102,00
102,96
US806261AM57
USD
600
4,75 %
15.05.2023
102,99
101,75
XS1212470972
EUR
600
3,25 %
15.05.2025
107,78
106,72

1) Quelle: Bloomberg (Schlusskurse).

Entwicklung Schaeffler-Anleihen

Die Anleihekurse entwickelten sich 2017 auf einem stabilen Niveau. Die beiden Anleihen mit Laufzeiten bis 2023 und 2025 konnten leicht an Wert gewinnen, sodass die Effektivverzinsung sank. Die beiden anderen Anleihen mit Laufzeiten bis 2020 und 2022 gaben leicht an Wert nach und näherten sich damit dem jeweiligen vertraglich festgeschriebenen Rückzahlungskurs an, zu dem diese Anleihen seit dem 15. Mai 2017 gekündigt werden können.

Die Prämien für die Absicherung von Kreditrisiken (Credit Default Swap, Laufzeit 5 Jahre) gegenüber der Schaeffler AG sind von 117 Basispunkten zum 31. Dezember 2016 auf 76 Basispunkte zum 31. Dezember 2017 gesunken. Damit hat sich der CDS etwas schwächer als der Vergleichsindex iTraxx CrossOver aber jedoch deutlich besser als der iTraxx Europe entwickelt.

Schaeffler-Rating

Am 25. April 2017 publizierte die Ratingagentur Fitch Ratings erstmals ein Rating für die Schaeffler AG. Fitch bewertete die Schaeffler AG mit BBB- (Investment Grade), der Ausblick ist stabil. Die Anleihen wurden ebenfalls mit einem BBB- Rating eingestuft.

Am 26. September 2017 hat Standard & Poor’s den Ausblick des Unternehmensratings von stabil auf positiv angehoben. Die folgende Tabelle zeigt die Bonitätseinstufungen der Schaeffler Gruppe durch die drei Ratingagenturen Fitch, Moody’s sowie Standard & Poor’s zum 31. Dezember:

  • Ratings der Schaeffler Gruppe

    Ratingagentur
    Rating
    Ausblick
    Fitch
    BBB-
    stabil
    Moody´s
    Baa3
    stabil
    Standard & Poor´s
    BB+
    positiv

    Stand 31.12.2017

  • Ratings der Schaeffler Gruppe

    Ratingagentur
    Rating
    Fitch
    BBB-
    Moody´s
    Baa3
    Standard & Poor´s
    BB+

    Stand 31.12.2017


Investor Relations

Die Schaeffler AG pflegt einen kontinuierlichen und offenen Austausch mit Aktionären und Anleiheinvestoren sowie allen weiteren Kapitalmarktteilnehmern. Neben kontinuierlichen Roadshow-Aktivitäten an den wichtigsten europäischen Finanzplätzen sowie in den USA werden regelmäßig Quartals- und Jahreszahlen in Telefonkonferenzen präsentiert und erläutert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 haben der Vorstand und das Investor Relations-Team an insgesamt 10 Investorenkonferenzen sowie sieben Roadshows u .a. in New York, London, Paris, Amsterdam und Frankfurt teilgenommen.

Die weiteren Aufgaben der Abteilung Investor Relations bei Schaeffler umfassen u. a. die regelmäßige telefonische Kontaktpflege zu den betreuenden Analysten und den Investoren.

Zusätzlich bietet Schaeffler interessierten Investoren und Analysten die Möglichkeit zu Werksführungen und Management-Diskussionen an den verschiedenen Schaeffler-Standorten an. Dies wurde im Jahr 2017 insgesamt fünfmal genutzt.

Zum 19. Februar 2018 wurde das Unternehmen durch Aktienanalysten von insgesamt 19 Banken (Vj.: 13) betreut. Davon stuften sieben Banken die Vorzugsaktie der Schaeffler AG mit der Empfehlung Buy bzw. Outperform ein. Der durchschnittliche Zielkurs lag bei 15,30 EUR.

Analysten-Einschätzungen zur Schaeffler-Aktie

Banken
Empfehlung (1)
Kursziel in EUR
Bankhaus Lampe
Buy
18,00
Bankhaus Metzler
Buy
17,00
Berenberg Bank
Hold
12,00
BoA Merrill Lynch
Neutral
15,00
Citigroup
Neutral
14,70
Deutsche Bank
Hold
16,00
DZ Bank
Hold
15,00
Exane BNP Paribas
Outperform
16,50
Goldmann Sachs
Neutral
16,50
HSBC
Buy
16,00
J.P. Morgan Cazenove
Underweight
13,00
Jefferies
Hold
15,50
Kepler Cheuvreux
Buy
16,50
MainFirst Bank
Neutral
14,50
Morgan Stanley
Equal-Weight
15,00
NordLB
Hold
13,50
Oddo BHF
Buy
15,50
UBS
Sell
12,00
Warburg Research
Buy
18,50

1) Empfehlungen bis zum 19. Februar 2018.

Geographische Verteilung des Streubesitzes

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 wurde durch eine sog. Shareholder Identification (Share ID) die Verteilung des institutionellen Streubesitzes der Schaeffler-Aktien ermittelt. Die Identifikationsquote lag bei 69,2 %, d. h. von den 166 Millionen Aktien im Streubesitz konnten 114,9 Mio. Aktien 334 institutionellen Investoren in 27 Ländern zugeordnet werden. Rd. 30,8 Millionen Aktien wurden zum Stichtag im Handelsbestand von hauptsächlich US-amerikanischen Banken gehalten. Rd. 15,5 % bzw. 25,7 Millionen Aktien waren zum Jahresende im Besitz von institutionellen Anlegern, die aus Deutschland stammen. Der nicht identifizierte Streubesitz beinhält hierbei u. a. private Investoren.

Mehr Informationen unter:

Investor Relations
Tel.: +49 (0) 9132-4440
Fax: +49 (0) 9132-4444
E-Mail: ir@schaeffler.com
www.schaeffler.com/ir

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