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Schaeffler am Kapitalmarkt

Die Schaeffler AG hat 2018 die Kapitalmarktkommunikation auf die neue Unternehmensstruktur mit den drei Sparten ausgerichtet. Die Präsentation der drei Sparten stand auch im Zentrum des Kapitalmarkttages 2018 in Berlin. Die Investorenbeziehungen wurden im Rahmen von Roadshows und Investorenkonferenzen weiter ausgebaut.

Ereignisse 2018

Zusammenschluss indischer Schaeffler-Gesellschaften erfolgreich abgeschlossen

Am 20. März 2018 haben die Aktionäre und Kapitalgeber der Schaeffler India Limited ihre Zustimmung zur Verschmelzung der beiden nicht an der Börse notierten Unternehmen INA Bearings India Private Limited und LuK India Private Limited auf die börsennotierte Schaeffler India Limited gegeben. Die Verschmelzung wurde am 22. Oktober 2018 wirksam. Seit Abschluss der Verschmelzung existiert mit der börsennotierten Schaeffler India Limited nun lediglich eine Tochtergesellschaft der Schaeffler Gruppe in Indien. Im Zuge der Transaktion hat sich der durchgerechnete Anteil der Schaeffler AG an der Schaeffler India Limited von rund 51 % auf rund 74 % erhöht. Durch diese Transaktion wurde die vorherige Struktur vereinfacht, Komplexität reduziert und eine starke Schaeffler­Einheit in Indien geschaffen, um das Wachstumspotenzial in Indien noch besser realisieren zu können.

Schaeffler AG und IG Metall schließen Zukunftsvereinbarung

Am 16. April 2018 haben der Vorstand der Schaeffler AG, der Betriebsrat und die IG Metall eine Zukunftsvereinbarung unterzeichnet. Ziel dieser Zukunftsvereinbarung ist es, die Weiterentwicklung und die Transformation der Schaeffler Gruppe – insbesondere mit Blick auf die drei großen Zukunftsthemen E-Mobilität, Industrie 4.0 und Digitalisierung – im Interesse des Unternehmens und der Mitarbeiter gemeinsam zu bewältigen und voranzutreiben. Im Rahmen der Zukunftsvereinbarung wird die Schaeffler Gruppe über einen Zeitraum von fünf Jahren einen Innovationsfonds in Höhe von 50 Mio. EUR zur Verfügung stellen. Dieser Fonds dient dazu, Innovationen zu fördern und dabei gezielt den Ideenreichtum von Mitarbeitern einzubinden und nachhaltige Wertschöpfung zu schaffen.

Schaeffler vereinfacht Strukturen und stärkt Werke

Am 7. Mai 2018 wurde bekannt gegeben, dass der Vorstand der Schaeffler AG mit Zustimmung des Präsidiums des Aufsichtsrats der Schaeffler AG beschlossen hat, den zuvor als internen Zulieferer agierenden Bereich „Bearing & Components Technologies“ (BCT) in die Sparten zu integrieren. Die zuvor BCT zugeordneten Werke wurden im Rahmen dieser Reorganisation in die Sparten Automotive OEM und Industrie transferiert. In diesem Zuge wurden Doppelstrukturen abgebaut, klare Verantwortlichkeiten geschaffen und eine verbesserte Kundennähe erzielt. In einem ersten Umsetzungsschritt wurde die BCT Organisation ab dem 1. Juli 2018 in eine sogenannte Startorganisation überführt, die zum 1. Januar 2019 mit Umsetzung der Zielorganisation abgelöst wurde.

Schaeffler investiert in moderne Logistik

Am 4. Juni 2018 hat die Schaeffler Gruppe in Kitzingen das neue Europäische Distributionszentrum (EDZ) eingeweiht. Die Schaeffler Gruppe hat rund 110 Mio. EUR in den Bau des neuen Standortes investiert, von dem aus Produkte der Sparte Industrie für den europäischen Markt versandt werden.

Am 15. Juni 2018 hat die Sparte Automotive Aftermarket die Bauphase des Aftermarket Kitting Operation (AKO) in Halle (Saale) begonnen, das einen weiteren Meilenstein in der Umsetzung der "Agenda 4 plus One“ darstellt. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 180 Mio. EUR repräsentiert die Errichtung des hochmodernen Montage­ und Verpackungszentrums die bisher größte Einzelinvestition der Schaeffler Sparte Automotive Aftermarket. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2020 vorgesehen.

Beide Initiativen tragen unmittelbar zur Verbesserung der Lieferfähigkeit und zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Schaeffler Gruppe bei.

Schaeffler kauft „Drive-by-Wire“-Technologie

Die Schaeffler Gruppe hat am 6. August 2018 eine Grundlagenvereinbarung mit Herrn Roland Arnold, der Arnold Verwaltungs GmbH und der Paravan GmbH zur Gründung eines Joint Ventures unterzeichnet. Der Gegenstand des Joint Ventures, das als Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG firmiert und am 1. Oktober 2018 den operativen Geschäftsbetrieb aufgenommen hat, ist die Weiterentwicklung der „Drive-by-Wire“-Technologie Space Drive sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Mobilitätssystemen. Das Joint Venture hat hierzu die Space Drive-Technologie der Paravan GmbH erworben. Die Schaeffler Technologies AG & Co. KG hält 90 % der Anteile des neuen Unternehmens.

S&P vergibt Investment Grade-Rating

Am 30. August 2018 stufte die Ratingagentur Standard & Poor’s das Rating der Schaeffler AG auf BBB- (Investment Grade) herauf, der Ausblick ist stabil. Damit wird die Schaeffler AG nun von den drei Ratingagenturen Fitch, Moody’s sowie Standard & Poor’s als Investment Grade eingestuft.

Dritter Kapitalmarkttag in Berlin

Am 20. September 2018 lud die Schaeffler AG zum dritten Mal zum Kapitalmarkttag ein, der in diesem Jahr in Berlin stattfand. Im Vordergrund standen die Präsentationen der Spartenvorstände, wobei sich die seit Jahresanfang eigenständige Sparte Automotive Aftermarket zum ersten Mal präsentierte. Die Fokusthemen waren dabei unter anderem E-Mobilität, Fahrwerksysteme und Industrie 4.0. Am Kapitalmarkttag haben insgesamt 38 Analysten und Investoren teilgenommen.

Anleiheprogramm etabliert

Die Schaeffler Gruppe hat am 28. September 2018 ein EUR-Anleiheprogramm (Debt Issuance Programme) etabliert.

Das Anleiheprogramm schafft einen flexiblen Rahmen für künftige Finanzierungen über den Fremdkapitalmarkt. Das Programmvolumen beträgt bis zu 5 Mrd. EUR.

Schaeffler richtet Geschäftsstruktur in Großbritannien neu aus

Der Vorstand der Schaeffler AG hat am 29. Oktober 2018 im Rahmen der Initiative „Gobal Footprint“ des Zukunftsprogramms „Agenda 4 plus One“ eine Neuausrichtung der Geschäftsstruktur in Großbritannien beschlossen. Die Umstrukturierung sieht vor, die Logistikzentren in Sutton Coldfield und Hereford zusammenzulegen und die Produktionsstandorte in Plymouth und Llanelli zu schließen. Die dortige Produktion soll an bestehende Standorte in anderen Ländern verlagert werden. Der Standort Sheffield – nach Umsatz und Mitarbeiterzahl größter Standort der Schaeffler Gruppe in Großbritannien – bleibt erhalten. Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen Synergien erzeugt und Effizienzsteigerungen erzielt werden. Für die Neuausrichtung der Geschäftsstruktur in Großbritannien wurden entsprechende Restrukturierungsrückstellungen gebildet.

Schaeffler passt Jahresprognose 2018 an

Am 30. Oktober 2018 hat die Schaeffler Gruppe ihre Jahresprognose 2018 angepasst. Demnach rechnete der Konzern für das Gesamtjahr 2018 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum um 4 bis 5 %, einer EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 9,5 bis 10,5 % und einem Free Cash Flow vor Ein­ und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten von rund 300 Mio. EUR. Angesichts eines sehr volatilen Marktumfelds im globalen Automobilgeschäft (beispielsweise aufgrund von Handelskonflikten und der Einführung des neuen Abgasprüfverfahrens WLTP) resultierte die Anpassung der Jahresprognose im Wesentlichen aus den sich im Vergleich zur vorherigen Prognose weiter verschlechternden Marktbedingungen der Sparte Automotive OEM in China. Darüber hinaus hat die unerwartet schwache Umsatzentwicklung der Sparte Automotive Aftermarket im dritten Quartal 2018 zu der Anpassung beigetragen. Für die Sparte Automotive OEM erwartete das Unternehmen für das Jahr 2018 marktbedingt ein Umsatzwachstum in Höhe von währungsbereinigt 3,5 bis 4,5 % sowie eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 8 bis 8,5 %. Für die Sparte Automotive Aftermarket ging der Konzern davon aus, ein Umsatzwachstum vor Währungseinflüssen von 1,5 bis 2,5 % und eine EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 17 bis 17,5 % zu erzielen. Angesichts der positiven Entwicklung des Industriegeschäfts ging die Sparte Industrie von einem Umsatzwachstum um währungsbereinigt 8 bis 9 % aus. Auf dieser Basis wurde für die Sparte Industrie eine EBIT-Marge vor Sondereffekten zwischen 10,5 und 11 % erwartet.

Schaeffler kauft Elmotec Statomat

Die Schaeffler Gruppe hat am 28. November 2018 einen Kaufvertrag über den Erwerb der Elmotec Statomat Holding GmbH (fortan „Elmotec Statomat“) mit Sitz in Karben bei Frankfurt am Main abgeschlossen. Elmotec Statomat ist einer der weltweit führenden Hersteller von Fertigungsmaschinen für den Bau von Elektromotoren in Großserien und verfügt über einzigartige Kompetenz im Bereich der Wickeltechnologie. Mit der Akquisition erweitert die Schaeffler Gruppe ihre Kompetenzen im Bereich Elektromotorenbau und treibt damit die Umsetzung ihrer E-Mobilitätsstrategie weiter voran. Mit der Übernahme von Elmotec Statomat, die am 31. Januar 2019 abgeschlossen wurde, werden diese Kompetenzen um das Know-how zur Großserienfertigung von Statoren für Elektromotoren weiter ergänzt.

Vertrag von Klaus Rosenfeld für weitere fünf Jahre verlängert

Der Aufsichtsrat der Schaeffler AG hat in seiner Sitzung am 5. Oktober 2018 beschlossen, den Vertrag mit Herrn Klaus Rosenfeld, dem Vorsitzenden des Vorstands der Schaeffler AG, um weitere fünf Jahre bis zum 30. Juni 2024 zu verlängern. Das unter seiner Führung eingeleitete Transformationsprogramm mit der „Agenda 4 plus One“ und ihren Initiativen wird konsequent weiter umgesetzt.


Entwicklung Kapitalmärkte

Die globalen Zinsmärkte tendierten im Geschäftsjahr 2018 uneinheitlich. Während vor dem Hintergrund der positiven konjunkturellen Entwicklung die US-Notenbank (Federal Reserve Bank, Fed) den Leitzins insgesamt vier weitere Male erhöhte, hielt die Europäische Zentralbank (EZB) im Berichtsjahr den Leitzins bei 0 %, beendete aber im Dezember ihr Anleihekaufprogramm.

Zu Beginn des Jahres 2018 waren die globalen Kapitalmärkte stark geprägt von Spekulationen über die künftige Zinspolitik, insbesondere der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank, zunehmenden geopolitischen Spannungen, einer Zunahme des Handelsprotektionismus sowie aufkommenden Inflationssorgen.

Im zweiten Quartal nahm die politische Unsicherheit im Zuge des internationalen Handelsstreits kontinuierlich zu, was zu einer hohen Volatilität an den Finanzmärkten führte.

Auch im dritten Quartal hielt die globale Unsicherheit weiter an, verstärkt durch eine nachlassende Dynamik der chinesischen Wirtschaft. Während die Aktienmärkte in Nordamerika aufgrund robuster Konjunkturdaten und hoher Zuwächse der Unternehmensgewinne im dritten Quartal positiv tendierten, war in Europa aufgrund des internationalen Handelsstreits und der Ungewissheit bezüglich des Brexit sowie des haushaltspolitischen Kurses in Italien eine negative Tendenz zu beobachten.

Das nachlassende Wachstum der chinesischen Wirtschaft, insbesondere der deutliche Rückgang der dortigen Automobilproduktion im vierten Quartal, trug zur anhaltenden Schwäche an den Kapitalmärkten bei. Des Weiteren sorgten die öffentliche Diskussion um eine verschärfte Abgas­ und Emissionsgesetzgebung und die Gewinnwarnungen einiger Automobilhersteller und ­zulieferer für Unruhe unter den Anlegern.

Vor diesem Hintergrund entwickelten sich die globalen Aktienmärkte im Geschäftsjahr 2018 negativ. Während der Euro STOXX 50 um 14,3 % sank, verlor der Dow Jones Industrial Average 5,6 %. Der Nikkei 225 verlor mit einem Rückgang um 12,1 % ebenfalls an Wert. Der Deutsche Aktienindex (DAX) gab im Geschäftsjahr 2018 um 18,3 % nach und verzeichnete zum 31. Dezember 2018 einen Stand von 10.559 Punkten.


Schaeffler-Aktie

Die Schaeffler AG ist seit dem 9. Oktober 2015 mit Vorzugsaktien an der Börse notiert. Insgesamt sind 166 Millionen Stück auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien zum Handel zugelassen.

Stammdaten der Schaeffler-Aktie

ISIN
DE000SHA0159
Wertpapierkennnummer
SHA015
Börsenkürzel
SHA
Deutscher Börsenplatz
Börse Frankfurt (Prime Standard)
Indexzugehörigkeit
MDAX
Aktiengattung
Vorzüge
Anzahl Vorzugsaktien zum 31.12.2018
166.000.000
Free Float
100%1)

1) Rund 24,9 % des gesamten Grundkapitals von Stamm- und Vorzugsaktien von insgesamt 666 Millionen Aktien (davon 500 Millionen Stammaktien und 166 Millionen Vorzugsaktien).

Schaeffler-Aktie im Überblick

Das Grundkapital der Schaeffler AG besteht aus insgesamt 666 Millionen Aktien. Hiervon entfallen 500 Millionen auf Stammaktien, die von der IHO Verwaltungs GmbH gehalten werden und keine Börsenzulassung aufweisen. 166 Millionen auf den Inhaber lautende stimmrechtslose Vorzugsaktien befinden sich im Streubesitz. Gemessen am gesamten Grundkapital von Stamm­ und Vorzugsaktien beträgt der Streubesitz somit rund 24,9 %.

Die Schaeffler AG plant, weiterhin eine Dividende in Höhe von 30 bis 40 % des Konzernergebnisses vor Sondereffekten an die Aktionäre auszuschütten. Dividendenberechtigt sind sowohl Stamm­ als auch Vorzugsaktien. Die Vorzugsaktien sind mit einem Gewinnvorzug in Höhe von 0,01 EUR Vorzugsdividende pro Aktie ausgestattet.

Für das Geschäftsjahr 2018 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,54 EUR je Stammaktie und 0,55 EUR je Vorzugsaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttung von 40,1 % bezogen auf das den Anteils­ eignern zurechenbare Konzernergebnis vor Sondereffekten.

Entwicklung Schaeffler-Aktie

Die Schaeffler-Aktie verlor 2018 49,6 % an Wert und entwickelte sich somit deutlich schwächer als die Vergleichsindizes MDAX (-17,6 %) und STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (-28,1 %). Die negative Kursentwicklung ist unter anderem auf die am 1. Februar 2018 veröffentlichten Eckdaten zum Geschäftsjahr 2017 und den Ausblick 2018 zurückzuführen: Sowohl das Ergebnis des Geschäftsjahres 2017 als auch die Ergebnisprognose 2018 lagen unter den Erwartungen des Marktes. Weiterhin trug die im vierten Quartal 2018 gesenkte Ergebnisprognose 2018 zur negativen Kursentwicklung bei. Zum 31. Dezember 2018 notierte die Vorzugsaktie der Schaeffler AG bei 7,46 EUR. Der höchste Kurs der Schaeffler-Aktie im Berichtsjahr wurde am 22. Januar 2018 (16,58 EUR, Schlusskurs), das Tief am 17. Dezember 2018 (7,05 EUR, Schlusskurs) erreicht.

Performance der Schaeffler-Aktie

2018
2017
Jahresschlusskurs 31.12. (in EUR) 1)
7,46
14,79
Höchstkurs (in EUR) 1)
16,58
16,52
Tiefstkurs (in EUR) 1)
7,05
11,36
Durchschnittliches Handelsvolumen (in Stück)
1.261.196
873.279
DAX 31.12. 1)
10.559
12.918
MDAX 31.12. 1)
21.588
26.201
STOXX Europe 600 Automobiles & Parts 31.12. 1)
442
615
Durchschnittliche Aktienanzahl (in Mio. Stück)
Stammaktien
500
500
Vorzugsaktien
166
166
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Stammaktie
1,32
1,47
Vorzugsaktie
1,33
1,48
Dividende je Aktie (in EUR) 2)
Stammaktie
0,00
0,54
Vorzugsaktie
0,00
0,55

1) Quelle: Bloomberg (Schlusskurse).
2) Für das jeweilige Geschäftsjahr, Vorschlag für 2018.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen lag im Geschäftsjahr 2018 bei 1.261.196 Aktien (Vj.: 873.279). Die deutliche Erhöhung des Handelsvolumens gegenüber der Vorjahresperiode ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Schaeffler-Aktie seit Ende November 2018 nicht mehr Bestandteil des MSCI Index ist und viele institutionelle Anleger ihr Portfolio gemäß der veränderten Indexstruktur neu angepasst haben.

Zum 31. März 2018 notierte die Vorzugsaktie der Schaeffler AG bei 12,54 EUR, was einem Minus gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 15,2 % entsprach. Damit entwickelte sich die Aktie im ersten Quartal 2018 schwächer als die Vergleichsindizes DAX (-6,4 % gegenüber dem 31. Dezember 2017), MDAX (-2,3 %) und STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (+2,0 %).

Dies hing im Wesentlichen mit den am 1. Februar 2018 veröffentlichten Eckdaten zum Geschäftsjahr 2017 sowie dem Ausblick 2018 zusammen. Der Ausblick war hierbei unter anderem durch Zusatzinvestitionen im Zusammenhang mit der beschleunigten Umsetzung des Zukunftsprogramms „Agenda 4 plus One“ beeinflusst. Dieses soll zur nachhaltigen Stärkung der operativen Profitabilität der Schaeffler Gruppe beitragen.

Darüber hinaus belasteten im zweiten Quartal die öffentliche Diskussion um eine verschärfte Abgas­ und Emissionsgesetzgebung sowie der andauernde internationale Handelskonflikt insbesondere die Aktien der Automobilbranche.

Zum 30. Juni 2018 notierte die Vorzugsaktie der Schaeffler AG bei 11,15 EUR, was einem Minus gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 24,6 % entsprach. Damit entwickelte sich die Aktie im zweiten Quartal schwächer als die Vergleichsindizes DAX (-4,7 % gegenüber dem 31. Dezember 2017), MDAX (-1,3 %) und STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (-10,9 %).

Die Schaeffler Aktie ist seit dem 24. September 2018 nicht mehr Bestandteil des Branchenindex STOXX Europe 600 und des entsprechenden Sektorindex STOXX Europe 600 Automobiles & Parts. Zum 30. September 2018 notierte die Vorzugsaktie der Schaeffler AG bei 11,01 EUR, was einem Minus gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 25,5 % entsprach. Damit entwickelte sich die Aktie im dritten Quartal 2018 schwächer als die Vergleichsindizes DAX (-5,2 % gegenüber dem 31. Dezember 2017), MDAX (-0,8 %) und STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (-13,0 %).

Die Anpassung der Jahresprognose im Oktober 2018 führte dazu, dass sich der Kursrückgang der Aktie weiter fortsetzte. Zum 31. Dezember 2018 notierte die Vorzugsaktie der Schaeffler AG bei 7,46 EUR, was einem Minus gegenüber dem 31. Dezember 2017 von 49,6 % entsprach. Damit entwickelte sich die Aktie im Berichtszeitraum schwächer als die Vergleichsindizes DAX (-18,3 % gegenüber dem 31. Dezember 2017), MDAX (-17,6 %) und STOXX Europe 600 Automobiles & Parts (-28,1 %).

Schaeffler-Anleihen und Rating

Die Schaeffler Gruppe hatte zum 31. Dezember 2018 vier Anleihen ausstehen, davon drei EUR-Anleihen sowie eine USD-Anleihe. Die Emittentin aller Anleihen ist die Schaeffler Finance B.V. in Barneveld, Niederlande.

Zum 31. Dezember 2018 setzten sich die Anleihen der Schaeffler Gruppe wie folgt zusammen:

Anleihen der Schaeffler Gruppe

ISIN
Währung
Nominalwert
in Mio.
Kupon
Fälligkeit
Kurs in % 1)
31.12.2018
Kurs in % 1)
31.12.2017
XS1212469966
EUR
400
2,50 %
15.05.2020
100,46
101,40
XS1067864022
EUR
500
3,50 %
15.05.2022
100,63
102,00
US806261AM57
USD
600
4,75 %
15.05.2023
96,98
103,35
XS1212470972
EUR
600
3,25 %
15.05.2025
102,26
107,78

1) Quelle: Bloomberg (Schlusskurse).

Entwicklung Schaeffler-Anleihen

Die Kurse der beiden kündbaren EUR-Anleihen mit Laufzeiten bis 2020 beziehungsweise 2022 entwickelten sich im Jahr 2018 im Wesentlichen seitwärts in der Nähe ihres jeweiligen vertraglich festgeschriebenen Rückzahlungskurses. Die USD-Anleihe mit Laufzeit bis 2023, die seit dem 15. Mai 2018 kündbar ist, verlor aufgrund des ansteigenden Zinsniveaus in den USA seit Jahresbeginn deutlich an Wert und lag zum Ende des Jahres unter dem vertraglich festgeschriebenen Rückzahlungskurs. Die EUR-Anleihe mit Laufzeit bis 2025, die noch nicht den ersten Kündigungstermin erreicht hat, verlor vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres 2018 ebenfalls deutlich an Wert.

Schaeffler-Rating

Am 30. August 2018 stufte die Ratingagentur Standard & Poor’s das Rating der Schaeffler AG auf BBB- (Investment Grade) herauf, der Ausblick ist stabil. Damit wird die Schaeffler AG nun von den drei Ratingagenturen Fitch, Moody’s sowie Standard & Poor’s als Investment Grade eingestuft. Die folgende Tabelle zeigt die Einstufungen der drei Ratingagenturen zum 31. Dezember:

  • Ratings der Schaeffler Gruppe

    Ratingagentur
    Rating
    Ausblick
    Fitch
    BBB-
    stabil
    Moody´s
    Baa3
    stabil
    Standard & Poor´s
    BBB-
    stabil

    Stand 31.12.2018

  • Ratings der Schaeffler Gruppe

    Ratingagentur
    Rating
    Fitch
    BBB-
    Moody´s
    Baa3
    Standard & Poor´s
    BBB-

    Stand 31.12.2018


Investor Relations

Die Schaeffler AG pflegt einen kontinuierlichen und offenen Austausch mit Aktionären und Anleiheinvestoren sowie allen weiteren Kapitalmarktteilnehmern. Neben der Teilnahme an kontinuierlichen Roadshow-Aktivitäten an den wichtigsten europäischen Finanzplätzen sowie in den USA werden regelmäßig Quartals- und Jahreszahlen in Telefonkonferenzen präsentiert und erläutert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 haben der Vorstand und das Investor Relations-Team an insgesamt zehn Investorenkonferenzen sowie 17 Roadshows unter anderem in Chicago, New York, London, Paris, Kopenhagen, Helsinki, Mailand und Frankfurt teilgenommen. Im Rahmen dieser Veranstaltungen nutzten 2018 über 300 Investoren die Gelegenheit, sich über die Schaeffler Gruppe zu informieren.

Zum 12. Februar 2019 wurde das Unternehmen durch Aktienanalysten von insgesamt 21 Banken (Vj.: 19) betreut. Davon stuften sieben Banken die Vorzugsaktie der Schaeffler AG mit der Empfehlung „Buy“ beziehungsweise „Outperform“ ein. Der durchschnittliche Zielkurs lag bei 9,51 EUR.

Analysten-Einschätzungen zur Schaeffler-Aktie

Banken
Empfehlung (1)
Kursziel in EUR
Bankhaus Lampe
Buy
10,00
Bankhaus Metzler
Hold
8,50
Berenberg Bank
Hold
12,00
BoA Merrill Lynch
Underperform
6,90
Citigroup
Neutral
9,00
Credit Suisse
Outperform
12,00
Deutsche Bank
Hold
11,00
DZ Bank
Buy
9,00
Exane BNP Paribas
Neutral
9,30
HSBC
Buy
9,00
J.P. Morgan Cazenove
Underweight
7,50
Jefferies
Hold
8,00
Kepler Cheuvreux
Buy
11,50
MainFirst Bank
Neutral
10,50
Morgan Stanley
Equal-perform
10,50
NordLB
Hold
8,50
Oddo BHF
Buy
12,00
Pareto Securities
Buy
10,60
Sandford C. Bernstein
Marketperform
9,00
UBS
Sell
6,00
Warburg Research
Hold
9,00

1) Empfehlungen bis zum 12. Februar 2019.

Geographische Verteilung des Streubesitzes

Zum Stichtag 31. Dezember 2018 wurde durch eine sogenannte Shareholder Identification (Share ID) die Verteilung des institutionellen Streubesitzes der Schaeffler-Vorzugsaktien ermittelt. Die Identifikationsquote lag bei 66,3 %. Das bedeutet, dass von den 166 Millionen Vorzugsaktien im Streubesitz 110,1 Millionen Aktien 332 institutionellen Investoren in 30 Ländern zugeordnet werden konnten. Die größte Anzahl mit 39,5 Millionen Aktien wurde zum Stichtag im Handelsbestand von institutionellen Anlegern mit Sitz in den USA gehalten. 10,2 % beziehungsweise 16,9 Millionen Aktien waren zum Jahresende im Besitz von institutionellen Anlegern, die aus Deutschland stammen. Hinter dem nicht identifizierten Streubesitz in Höhe von 33,7 % standen unter anderem private Investoren.

Mehr Informationen unter:

Investor Relations
Tel.: +49 (0) 9132-82-4440
Fax: +49 (0) 9132-82-4444
E-Mail: ir@schaeffler.com
www.schaeffler.com/ir

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