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Wirtschaftsbericht

Gesamtbewertung des Geschäftsjahrs 2017

Aus Sicht des Vorstands verlief das Geschäftsjahr 2017 insgesamt zufriedenstellend. In einem sehr dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld, das sowohl im Automotive- als auch im Industrie-Geschäft mit tiefgreifenden Veränderungen verbunden ist, erzielte die Schaeffler Gruppe im Berichtsjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5,9 % und übertraf somit die Jahresprognose von 4 bis 5 % Umsatzwachstum (vor Währungseinflüssen). Besonders erfreulich war dabei die positive Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr 2017. Zu dieser positiven Entwicklung haben beide Sparten des Unternehmens beigetragen. Während der Umsatz der Sparte Automotive im Geschäftsjahr 2017 währungsbereinigt 5,9 % zunahm und somit erneut stärker wuchs als die weltweite Automobilproduktion, legten die Umsatzerlöse der Sparte Industrie währungsbereinigt um 5,7 % zu. Dabei wuchs die Sparte Industrie im vierten Quartal 2017 währungsbereinigt um 9,0 %. Diese Werte belegen, dass die Sparte Industrie nachhaltig auf Wachstumskurs zurückgekehrt ist.

Bezogen auf die EBIT-Marge vor Sondereffekten und den Free Cash Flow haben sich die ursprünglichen Erwartungen jedoch nicht erfüllt. Aufgrund einer im Vorjahresvergleich deutlich schwächeren Ergebnisentwicklung der Sparte Automotive im zweiten Quartal 2017 hat der Vorstand der Schaeffler AG am 26. Juni 2017 beschlossen, die Ergebnisprognose von bisher 12 bis 13 % EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 11 bis 12 % zu reduzieren. Gleichzeitig wurde die Free Cash Flow Erwartung von bisher rd. 600 Mio. EUR auf rd. 500 Mio. EUR reduziert. Die angepasste Ergebnisprognose wurde mit einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von 11,3 % erreicht. Während in der Sparte Autmotive v. a. aufgrund der im Vorjahresvergleich schwächeren Ergebnisentwicklung die EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 12,2 % gesunken ist, verzeichnete die Sparte Industrie einen Anstieg der EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 8,1 %. Die Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen des Programms „CORE“ beginnen nachhaltig Wirkung zu zeigen.

Die Schaeffler Gruppe erzielte einen Free Cash Flow in Höhe von 488 Mio. EUR und erreichte somit die angepasste Prognose von rd. 500 Mio. EUR. Die strategische Kennzahl Schaeffler Value Added vor Sondereffekten (SVA), die als Indikator für den im Berichtsjahr geleisteten Beitrag zum Unternehmenswert dient, lag im Geschäftsjahr 2017 bei 787 Mio. EUR (Vj.: 939 Mio. EUR); dies entspricht einer Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) vor Sondereffekten von 19,9 % (Vj.: 22,3 %).

Die Umsetzung der Strategie „Mobilität für morgen“ wurde auch 2017 weiter vorangetrieben. Mit dem Exzellenzprogramm „Agenda 4 plus One“ und seinen 20 Initiativen wurde die Basis gelegt, die Schaeffler Gruppe noch zukunftsfähiger zu machen. Wie jedes Transformationsprogramm ist die „Agenda 4 plus One“ gerade in der Anfangsphase mit Einmalaufwendungen und Investitionen verbunden, die das Ergebnis auch im Jahr 2018 beeinflussen werden. Für 2018 hat sich das Unternehmen vorgenommen, die Umsetzung des Programms zu beschleunigen. An den Finanziellen Ambitionen für 2020 hält die Schaeffler Gruppe fest. Mit der Strategie „Mobilität für morgen“ sieht der Vorstand wichtige Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum und die Steigerung des Unternehmenswertes als gegeben an.

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