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Wirtschaftsbericht

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme der Schaeffler Gruppe betrug zum 31. Dezember 2017 11.537 Mio. EUR (Vj.: 11.564 Mio. EUR).

Konzern-Bilanz (Kurzfassung)

31.12.2017
31.12.2016
Veränderung
Langfristige Vermögenswerte
6.178
5.979
3,3 %
Kurzfristige Vermögenswerte
5.359
5.585
-4,0 %
Bilanzsumme
11.537
11.564
-0,2 %
Eigenkapital
2.548
1.997
27,6 %
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
5.676
6.361
-10,8 %
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen
3.313
3.206
3,3 %
Bilanzsumme
11.537
11.564
-0,2 %

in Mio. EUR

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 um 199 Mio. EUR auf 6.178 Mio. EUR (Vj.: 5.979 Mio. EUR). Ursächlich hierfür war vor allem eine Erhöhung der Sachanlagen um 358 Mio. EUR. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen betrugen 1.287 Mio. EUR. Gegenläufig wirkte insbesondere die Ablösung der Zinswährungsderivate im Zusammenhang mit der vorzeitigen Anleiherückzahlung sowie negative Marktwertänderungen der übrigen langfristigen Derivate. Darüber hinaus verminderten sich die aktiven latenten Steuern um 80 Mio. EUR, unter anderem aus der vorzeitigen Anleiherückzahlung sowie aus einem leichten Anstieg des Rechnungszinssatzes für Pensionsverpflichtungen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich im Geschäftsjahr 2017 um 226 Mio. EUR auf 5.359 Mio. EUR (Vj.: 5.585 Mio. EUR). Der Rückgang war im Wesentlichen auf die Verminderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (vgl. Cash Flow, Seite 61f.) zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich im Berichtsjahr um 26 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2017 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert von 123 Mio. EUR (Vj.: 0 Mio. EUR) abzüglich der zurückbehaltenen Ausfallrisiken im Rahmen des ABCP-Programms verkauft. Gegenläufig wirkte insbesondere eine Erhöhung der Vorräte sowie positive Marktwertänderungen von Derivaten zur Absicherung von Währungsrisiken.

Das Eigenkapital inkl. der nicht beherrschenden Anteile erhöhte sich zum 31. Dezember 2017 um 551 Mio. EUR auf 2.548 Mio. EUR (Vj.: 1.997 Mio. EUR). Eigenkapitalerhöhend wirkte sich das Konzernergebnis in Höhe von 997 Mio. EUR aus. Demgegenüber stand die Zahlung der Dividende in Höhe von 328 Mio. EUR an die Aktionäre der Schaeffler AG. Die ergebnisneutralen Veränderungen im Eigenkapital zum 31. Dezember 2017 betrugen insgesamt -116 Mio. EUR und enthielten im Wesentlichen Effekte aus der Umrechnung des Reinvermögens ausländischer Konzerngesellschaften (-247 Mio. EUR), Effekte aus der Anpassung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (81 Mio. EUR) und aus der Absicherung von Zahlungsströmen (50 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2017 22,1 % (31. Dezember 2016: 17,3 %).

Die langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen verminderten sich zum 31. Dezember 2017 um 685 Mio. EUR auf 5.676 Mio. EUR (Vj.: 6.361 Mio. EUR). Der Rückgang war im Wesentlichen auf die vorzeitige vollständige Rückzahlung der USD-Anleihe im Mai 2017 zurückzuführen. Darüber hinaus resultierte der Rückgang aus der Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 58 Mio. EUR, insbesondere aufgrund des leicht gestiegenen durchschnittlichen Rechnungszinssatzes auf 2,2 % (31. Dezember 2016: 2,1 %) sowie aus einer Verminderung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Gegenläufig wirkte die Aufnahme eines Investitionsdarlehens in Höhe von 90 Mio. EUR sowie ein Anstieg der Rückstellungen, u. a. im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Shared Service Center in Europa in Höhe von 39 Mio. EUR.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen erhöhten sich zum 31. Dezember 2017 um 107 Mio. EUR auf 3.313 Mio. EUR (Vj.: 3.206 Mio. EUR). Der Anstieg war im Wesentlichen auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkte insbesondere eine Reduzierung der sonstigen Rückstellungen sowie der Restrukturierungsrückstellungen.

Aus den Erwerben und Veräußerungen von Gesellschaften ergaben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögenslage und Kapitalstruktur der Schaeffler Gruppe.

Zu den wesentlichen außerbilanziellen Verpflichtungen der Schaeffler Gruppe gehören Verpflichtungen aus operativen Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen und Eventualschulden. Die Verpflichtungen der Schaeffler Gruppe aus unkündbaren operativen Miet-, Pacht- und Leasingverhältnissen betrugen zum 31. Dezember 2017 133 Mio. EUR (Vj.: 123 Mio. EUR). Die Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen waren nicht wesentlich.

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