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Ertragslage

Ertragslage Schaeffler Gruppe

EBIT-Marge vor Sondereffekten 11,3 %

Positive Umsatzentwicklung forgesetzt – währungsbereinigtes Umsatzwachstum bei 5,9 % // Beide Sparten tragen zur positiven Entwicklung bei // Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr weiter verstärkt – starkes Q4 mit währungsbereinigtem Wachstum von 8,5 % // Region Greater China wächst im Berichtsjahr prozentual zweistellig // EBIT vor Sondereffekten bei 1,6 Mrd. EUR // Ergebnisqualität unter Vorjahr – EBIT-Margen für beide Sparten im zweiten Halbjahr stabilisiert // Deutlicher Ausbau der F&E-Aktivitäten // Ergebnis je Vorzugsaktie auf 1,48 EUR gesteigert (Vj.: 1,30 EUR)

2017
2016
Veränderung
Umsatzerlöse
14.021
13.338
5,1 %
währungsbereinigt
-
-
5,9 %
Umsatzerlöse nach Sparten
-
-
-
Automotive
10.869
10.338
5,1 %
währungsbereinigt
-
-
5,9 %
Industrie
3.152
3.000
5,1 %
währungsbereinigt
-
-
5,7 %
Umsatzerlöse nach Regionen1)
-
-
-
Europa
7.183
7.077
1,5 %
währungsbereinigt
-
1,4 %
Americas
2.910
2.803
3,8%
währungsbereinigt
-
-
4,6 %
Greater China
2.456
2.053
19,6 %
währungsbereinigt
-
-
24,1 %
Asien/Pazifik
1.472
1.405
4,8 %
währungsbereinigt
-
-
5,6 %
Umsatzkosten
-10.175
-9.552
6,5 %
Bruttoergebnis vom Umsatz
3.846
3.786
1,6 %
in % vom Umsatz
27,4
28,4
-
Kosten der Forschung und Entwicklung
-846
-751
12,6 %
Kosten des Vertriebs und der allgemeinen Verwaltung
-1.413
-1.343
5,2 %
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT)
1.528
1.556
-1,8 %
in % vom Umsatz
10,9
11,7
-
Sondereffekte 2)
56
144
-61,1 %
EBIT vor Sondereffekten
1.584
1.700
-6,8 %
in % vom Umsatz
11,3
12,7
-
Finanzergebnis
-192
-341
-43,7 %
Ertragsteuern
-339
-343
-1,2 %
Konzernergebnis3)
980
859
14,1 %
Ergebnis je Vorzugsaktie (unverwässert/verwässert, in EUR)
1,48
1,30
13,8 %

in Mio. EUR

1) Nach Marktsicht (Kundenstandorte).
2) Zur Definition der Sondereffekte siehe Betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Sondereffekte
3) Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen.

Die Schaeffler Gruppe steigerte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um 5,1 % auf 14.021 Mio. EUR (Vj.: 13.338 Mio. EUR). Bereinigt um Währungsumrechnungseffekte wuchs der Umsatz um 5,9 %. Zu dieser positiven Entwicklung trugen beide Sparten bei. Die Sparte Automotive erzielte – dank eines starken dritten und vierten Quartals 2017 – ein währungsbereinigtes Umsatz-Plus von 5,9 %. Die Sparte Industrie steigerte die Umsatzerlöse währungsbereinigt um 5,7 %, wobei die währungsbereinigte Wachstumsrate im vierten Quartal 2017 bei 9,0 % lag. Diese Werte belegen, dass die Sparte Industrie nachhaltig auf Wachstumskurs zurückgekehrt ist.

Alle Regionen der Schaeffler Gruppe trugen zum positiven Umsatzwachstum im Berichtsjahr bei. Die Umsätze in der Region Europa stiegen um 1,5 % (währungsbereinigt: +1,4 %). Dabei war das Wachstum in beiden Sparten ähnlich hoch. Die Region Americas verzeichnete ein Umsatz-Plus von 3,8 % (währungsbereinigt: +4,6 %). Positiv wirkte sich neben dem Automotive-Geschäft dabei auch das Geschäft der Sparte Industrie aus, das nach einem Rückgang im Vorjahr wieder anzog. Die stärkste Wachstumsdynamik im Berichtsjahr zeigte erneut die Region Greater China. Der Umsatz stieg – dank der Erfolge in beiden Sparten – um 19,6 % (währungsbereinigt: +24,1 %). Die Region Asien/Pazifik erzielte – gestützt auf beide Sparten – ein Umsatzwachstum von 4,8 %(währungsbereinigt: +5,6 %).

Die Umsatzkosten stiegen im Berichtsjahr um 6,5 % auf 10.175 Mio. EUR (Vj.: 9.552 Mio. EUR). Das Bruttoergebnis verbesserte sich um 1,6 % bzw. 60 Mio. EUR auf 3.846 Mio. EUR (Vj.: 3.786 Mio. EUR). Die Bruttomarge sank auf 27,4 % (Vj.: 28,4 %). Die Bruttomarge der Sparte Automotive sank aufgrund von Verkaufspreis- und Währungskurseinflüssen, die nicht vollständig kompensiert werden konnten, auf 27,2 % (Vj.: 28,5 %). Dagegen stieg die Bruttomarge in der Sparte Industrie auf 28,3 % (Vj.: 27,9 %), da positive Volumeneinflüsse die negative Verkaufspreis- und Währungskurswirkung überkompensieren konnten.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen im Berichtszeitraum deutlich um 12,6 % auf 846 Mio. EUR (Vj.: 751 Mio. EUR). Dies entspricht einer F&E-Quote von 6,0 % (Vj.: 5,6 %) vom Umsatz. Neben den inflationsbedingt höheren Kosten beruhte der Anstieg insbesondere auf dem gezielten Aufbau von Mitarbeitern im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten, um die Grundlage für künftiges Wachstum zu schaffen.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen im Berichtsjahr um 5,2 % auf 1.413 Mio. EUR (Vj.: 1.343 Mio. EUR). Hierzu haben insbesondere höhere Vertriebskosten beigetragen (+6,0 %). Der Kostenanstieg resultierte hierbei hauptsächlich aus volumenbedingt höheren Logistikkosten, u. a. durch die signifikante Geschäftsausweitung in der Region Greater China. Insgesamt erhöhten sich die Kosten der Funktionsbereiche um 7,9 % auf 2.259 Mio. EUR (Vj.: 2.094 Mio. EUR). In Relation zum Umsatz entspricht dies einem Anstieg auf 16,1 % (Vj.: 15,7 %).

Das EBIT sank im Berichtszeitraum um 28 Mio. EUR bzw. 1,8 % auf 1.528 Mio. EUR (Vj.: 1.556 Mio. EUR). Die EBIT-Marge der Schaeffler Gruppe lag bei 10,9 % (Vj.: 11,7 %). Das EBIT war im Berichtsjahr mit Sondereffekten in Höhe von 56 Mio. EUR belastet (Vj.: 144 Mio. EUR). Hierin enthalten waren Sondereffekte für Rechtsfälle in Höhe von 17 Mio. EUR, die auf bilanzielle Vorsorgen für Schadensersatzansprüche zurückzuführen waren. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr Aufwendungen für Restrukturierungen für den Aufbau eines Shared Service Center in Europa in Höhe von 39 Mio. EUR erfasst. Das Vorjahr enthielt Sondereffekte für Rechtsfälle in Höhe von 86 Mio. EUR, die auf bilanzielle Vorsorgen für Kartellschadenersatzansprüche und sonstige Compliance-Fälle zurückzuführen waren. Des Weiteren wurden im Vorjahr – im Rahmen der zweiten Welle des Programms „CORE“ – Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 45 Mio. EUR erfasst. Zusätzlich wurde das Vorjahr durch sonstige Sondereffekte in Höhe von 13 Mio. EUR aus der Bereinigung des Produktionsportfolios belastet. Auf dieser Basis sank das EBIT vor Sondereffekten im Geschäftsjahr 2017 auf 1.584 Mio. EUR (Vj.: 1.700 Mio. EUR) bzw. die EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 11,3 % (Vj.: 12,7 %). Der Rückgang beruhte insbesondere auf dem zuvor beschriebenen Rückgang der Bruttomarge und den verstärkten F&E-Aktivitäten v. a. in der Sparte Automotive. Darüber hinaus belasteten negative Währungseffekte die EBIT-Marge.

Das Finanzergebnis der Schaeffler Gruppe verbesserte sich im Jahr 2017 um 149 Mio. EUR auf -192 Mio. EUR (Vj.: -341 Mio. EUR).

Finanzergebnis der Schaeffler Gruppe

2017
2016
Zinsaufwendungen für Finanzschulden1)
-123
-286
Zinserträge aus Darlehen an Gesellschafter
0
49
Effekte aus Fremdwährungsumrechnung und Derivaten
-17
-33
Bewertungsänderungen von eingebetteten Derivaten
-14
-30
Zinseffekte Pensionen und
Altersteilzeitverpflichtungen
-38
-45
Sonstige Effekt
0
4
Summe
-192
-341

in Mio. EUR

1) Inkl. amortisierte Transaktionskosten und Vorfälligkeitsentschädigungen.

Die Zinsaufwendungen für Finanzschulden betrugen im Geschäftsjahr 2017 123 Mio. EUR (Vj.: 286 Mio. EUR). Darin enthalten waren Aufwendungen aus der Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 13 Mio. EUR (Vj.: 48 Mio. EUR) und der vorzeitigen Amortisation von Transaktionskosten in Höhe von 5 Mio. EUR (Vj.: 31 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2016 wurden die Darlehensverbindlichkeiten der IHO Verwaltungs GmbH gegenüber der Schaeffler AG vorzeitig vollständig zurückgezahlt. Zinserträge aus Darlehen an Gesellschafter fielen somit im Geschäftsjahr 2017 nicht mehr an (Vj.: 49 Mio. EUR).

Aus der Fremdwährungsumrechnung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden sowie aus Derivaten ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 17 Mio. EUR (Vj.: 33 Mio. EUR). Darin enthalten sind Effekte aus der Umrechnung der in US-Dollar denominierten Finanzierungsinstrumente in Euro sowie die Absicherung dieser Instrumente mit Zinswährungsderivaten.

Aus der Bewertung von eingebetteten Derivaten, insbesondere Kündigungsoptionen für Instrumente der Fremdfinanzierung, ergaben sich Aufwendungen in Höhe von netto 14 Mio. EUR (Vj.: 30 Mio. EUR).

In 2017 lag der Ertragsteueraufwand bei 339 Mio. EUR (Vj.: 343 Mio. EUR). Hieraus ergab sich eine effektive Steuerquote von 25,4 % (Vj.: 28,2 %). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus geringeren nicht abzugsfähigen Aufwendungen in Höhe von 24 Mio. EUR (Vj.: 32 Mio. EUR) sowie aus zusätzlichen Erträgen aus periodenfremden Steuern in Höhe von 29 Mio. EUR (Vj.: 7 Mio. EUR). Aus der US-Steuerreform ergaben sich für die Schaeffler Gruppe vergleichsweise geringe Auswirkungen auf die latenten Steuern.

Das den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbare Konzernergebnis betrug im Berichtsjahr 980 Mio. EUR (Vj.: 859 Mio. EUR). Das Konzernergebnis vor Sondereffekten betrug 1.022 Mio. EUR (Vj.: 962 Mio. EUR). Für das Geschäftsjahr 2017 schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,54 EUR (Vj.: 0,49 EUR) je Stammaktie und 0,55 EUR (Vj.: 0,50 EUR) je Vorzugsaktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttung von 35,4 % (Vj.: 34,1 %) bezogen auf das den Anteilseignern zurechenbare Konzernergebnis vor Sondereffekten.

Das Ergebnis je Stammaktie (unverwässert/verwässert) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 auf 1,47 EUR (Vj.: 1,29 EUR). Das Ergebnis je Vorzugsaktie (unverwässert/verwässert) lag bei 1,48 EUR (Vj.: 1,30 EUR). Für die Ermittlung des Ergebnisses je Stammaktie wurde eine Aktienanzahl von 500 Millionen (Vj.: 500 Millionen) und für die Ermittlung des Ergebnisses je Vorzugsaktie eine Aktienanzahl von 166 Millionen (Vj.: 166 Millionen) herangezogen.

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