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Ertragslage

Sparte Industrie

EBIT-Marge vor Sondereffekten 8,1 %

Sparte Industrie nachhaltig zurück auf Wachstumskurs: währungsbereinigter Umsatz steigt um 5,7% – Wachstumsrate in Q4 bei 9,0 % // Maßgeblich durch die Sektorcluster Power Transmission, Offroad und Raw Materials getrieben // Signifikantes Umsatz-Plus in der Region Greater China // Margen weiter stabilisiert – Brutto- und EBIT-Marge im Vergleich zum Vorjahr gesteigert // Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen werden konsequent umgesetzt und zeigen Wirkung

2017
2016
Veränderung
Umsatzerlöse
3.152
3.000
5,1%
währungsbereinigt
-
-
5,7 %
Umsatzerlöse nach Regionen 1)
-
-
-
Europa
1.803
1.772
1,8 %
währungsbereinigt
-
-
1,7 %
Americas
575
561
2,5 %
währungsbereinigt
-
-
3,3 %
Greater China
472
378
24,9 %
währungsbereinigt
-
-
29,3 %
Asien/Pazifik
302
289
4,5 %
währungsbereinigt
-
-
4,9 %
Umsatzkosten
-2.260
-2.163
4,5 %
Bruttoergebnis vom Umsatz
892
837
6,6 %
in % vom Umsatz
28,3
27,9
-
Kosten der Forschung und Entwicklung
-133
-133
0,0 %
Kosten des Vertriebs und der Allgemeinen Verwaltung
-505
-510
-1,0 %
EBIT
245
183
33,9 %
in % vom Umsatz
7,8
6,1
-
Sondereffekte 2)
9
36
-75,0 %
EBIT vor Sondereffekten
254
219
16,0 %
in % vom Umsatz
8,1
7,3
-

in Mio. EUR

Vorjahreswerte gemäß der 2017 ausgewiesenen Segementstruktur.
1) Nach Marktsicht (Kundenstandorte).
2) Zur Definition der Sondereffekte siehe Betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Sondereffekte

Die Sparte Industrie steigerte ihre Umsatzerlöse im Berichtsjahr um 5,1 % auf 3.152 Mio. EUR (Vj.: 3.000 Mio. EUR). Bereinigt um Währungsumrechnungseffekte erzielte die Sparte ein UmsatzPlus von 5,7 % und ist somit zurück auf Wachstumskurs. Hierzu trug v. a. ein deutlicher Anstieg in den Sektorclustern Power Transmission, Offroad und Raw Materials bei, die alle prozentual zweistellig gewachsen sind. Der Sektorcluster Industrial Automation sowie Industrial Distribution haben ebenfalls deutlich zum Wachstum der Sparte beigetragen, während die Sektorcluster Aerospace und Railway ein leichtes Umsatzwachstum erzielten. Die Umsatzerlöse in den Sektorclustern Two Wheelers und Wind waren hingegen rückläufig.

Das Industriegeschäft wird primär durch die Regionen gesteuert. Auf dieser Basis verantworten die Regionen Europa, Americas, Greater China und Asien/Pazifik als Profit Center das Industriegeschäft in ihren Märkten.

Die Umsätze in der Region Europa stiegen um 1,8 % (währungsbereinigt: +1,7 %). Der Anstieg resultierte v. a. aus einem erhöhten Absatz bei Industrial Distribution. In den Sektorclustern Raw Materials, Offroad, Power Transmission und Industrial Automation stiegen die Umsatzerlöse ebenfalls deutlich. Hingegen gingen die Umsatzerlöse in den Sektorclustern Wind, Aerospace und Railway im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück. Der Sektorcluster Two Wheelers lag auf Vorjahresniveau.

Die Region Americas verzeichnete im Berichtszeitraum einen deutlichen Umsatzanstieg von 2,5 % (währungsbereinigt: +3,3 %). Hierzu haben insbesondere prozentual zweistellige Umsatzzuwächse in den Sektorclustern Raw Materials, Offroad und Power Transmission beigetragen. Der Sektorcluster Aerospace sowie Industrial Distribution konnten die Umsätze ebenfalls steigern. Die Sektorcluster Railway, Wind, Two Wheelers und Industrial Automation verzeichneten im Geschäftsjahr 2017 rückläufige Umsatzerlöse.

Die Region Greater China verzeichnete einen signifikanten Umsatzanstieg von 24,9 % (währungsbereinigt: +29,3 %). Alle Sektorcluster erzielten ein Umsatz-Plus im zweistelligen Bereich. Wesentlichen Einfluss auf die positive Umsatzentwicklung in der Region hatte der starke Nachfrageanstieg in den Sektorclustern Power Transmission, Wind, Industrial Automation, Railway und Raw Materials. Die Umsatzerlöse von Industrial Distribution lagen auf Vorjahresniveau.

Die Region Asien/Pazifik steigerte ihre Umsatzerlöse um 4,5 % (währungsbereinigt: +4,9 %), wozu insbesondere die Sektorcluster Aerospace, Offroad und Power Transmission beigetragen haben. Die Sektorcluster Railway, Industrial Automation und Two Wheelers sowie Industrial Distribution konnten ihre Umsatzerlöse ebenfalls steigern. Negativ beeinflusst wurde die Umsatzentwicklung der Region durch den deutlichen Nachfragerückgang im Sektorcluster Raw Materials.

Die Umsatzkosten der Sparte Industrie stiegen um 4,5 % auf 2.260 Mio. EUR (Vj.: 2.163 Mio. EUR) und entwickelten sich dabei unterproportional zum Umsatz. Insgesamt verbesserte die Sparte Industrie das Bruttoergebnis um 55 Mio. EUR bzw. 6,6 % auf 892 Mio. EUR (Vj.: 837 Mio. EUR). Die Bruttomarge lag mit 28,3 % um 0,4 %-Punkte über dem Niveau des Vorjahres (Vj.: 27,9 %). Hierbei konnten sowohl Preisreduzierungen als auch Kostenerhöhungen, insbesondere aufgrund tariflicher Lohn- und Gehaltssteigerungen, durch operative Kostenoptimierungen und Skaleneffekte kompensiert werden. Dabei wurde das vierte Quartal 2017 durch Qualitätskosten und temporäre Produktivitätsverluste durch die sehr hohe Auslastung belastet. Verstärkte Investitionen in zusätzliche Kapazitäten sind für 2018 geplant.

Die Kosten der Funktionsbereiche lagen mit 638 Mio. EUR (Vj.: 643 Mio. EUR) leicht unter Vorjahr. Im Verhältnis zum Umsatz sanken die Kosten der Funktionsbereiche auf 20,2 % (Vj.: 21,4 %). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 133 Mio. EUR (Vj.: 133 Mio. EUR), die Vertriebs- und Verwaltungskosten beliefen sich auf 505 Mio. EUR (Vj.: 510 Mio. EUR). Die Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen des Programms „CORE“ konnten dabei inflationsbedingte Kostensteigerungen, insbesondere für Personal, als auch höhere indirekte Kosten der Gruppe überkompensieren.

Die Sparte Industrie steigerte im Berichtsjahr das EBIT auf 245 Mio. EUR (Vj.: 183 Mio. EUR). Gleichzeitig verbesserte sich die EBIT-Marge um 1,7 %-Punkte auf 7,8 % (Vj.: 6,1 %) und hat sich damit weiter stabilisiert. Das EBIT war im Berichtsjahr mit Sondereffekten in Höhe von 9 Mio. EUR belastet. Hierbei handelte es sich um Restrukturierungsaufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Shared Service Center in Europa standen und anteilig in der Sparte Industrie erfasst wurden. Demgegenüber war das Vorjahr mit Sondereffekten in Höhe von 36 Mio. EUR belastet. Hierin enthalten waren Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 32 Mio. EUR, die im Zusammenhang mit der Verstärkung der Effizienzmaßnahmen zur Revitalisierung der Sparte Industrie – im Rahmen der zweiten Welle des Programms „CORE“ – standen. Zusätzlich wurden im Vorjahr Aufwendungen für Rechtsfälle in Höhe von 4 Mio. EUR erfasst. Auf dieser Basis verbesserte sich das EBIT vor Sondereffekten im Berichtsjahr auf 254 Mio. EUR (Vj.: 219 Mio. EUR) bzw. die EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 8,1 % (Vj.: 7,3 %). Der Anstieg resultierte aus dem zuvor beschriebenen Anstieg des Bruttoergebnisses sowie dem Erfolg des Programms „CORE“. Hier wurden Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen konsequent umgesetzt und beginnen nachhaltig Wirkung zu zeigen. Währungseffekte belasteten hingegen die EBIT-Marge.

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