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Ertragslage

Sparte Automotive

EBIT-Marge vor Sondereffekten 12,2 %

Währungsbereinigtes Umsatz-Plus 5,9 % – starkes Q3 und Q4 2017 // Wachstum sowohl von Automotive OEM- als auch von Aftermarket-Geschäft getrieben // Erneut stärker gewachsen als die weltweite Automobilproduktion // Umsatzwachstum in allen Regionen – China-Geschäft weiterhin mit hoher Wachstumsdynamik // Ergebnisqualität unter Vorjahr // Höhere Aufwendungen für F&E: Verstärkung der Aktivitäten im Bereich der E-Mobilität sowie zur Optimierung verbrauchs- und emissionsreduzierter Antriebe // Ab 01. Januar 2018 eigenständiger Unternehmensbereich für E-Mobilität

2017
2016
Veränderung
Umsatzerlöse
10.869
10.338
5,1 %
währungsbereinigt
-
-
5,9 %
Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen
-
-
-
UB Motorsysteme
2.787
2.646
5,3 %
währungsbereinigt
-
-
6,7 %
UB Getriebesysteme
4.620
4.346
6,3 %
währungsbereinigt
-
-
7,4 %
UB Fahrwerksysteme
1.588
1.533
3,6 %
währungsbereinigt
-
-
4,2 %
UB Automotive Aftermarket
1.874
1.813
3,4 %
währungsbereinigt
-
-
3,2 %
Umsatzerlöse nach Regionen 1)
-
-
-
Europa
5.380
5.305
1,4 %
währungsbereinigt
-
-
1,3 %
Americas
2.335
2.242
4,1 %
währungsbereinigt
-
-
4,9 %
Greater China
1.984
1.675
18,4 %
währungsbereinigt
-
-
22,9 %
Asien/Pazifik
1.170
1.116
4,8 %
währungsbereinigt
-
-
5,8 %
Umsatzkosten
-7.915
-7.389
7,1 %
Bruttoergebnis vom Umsatz
2.954
2.949
0,2 %
in % vom Umsatz
27,2
28,5
-
Kosten der Forschung und Entwicklung
-713
-618
15,4 %
Kosten des Vertriebs und der Allgemeinen Verwaltung
-908
-833
9,0 %
EBIT
1.283
1.373
-6,6 %
in % vom Umsatz
11,8
13,3
-
Sondereffekte 2)
47
108
-56,5 %
EBIT vor Sondereffekten
1.330
1.481
-10,2 %
in % vom Umsatz
12,2
14,3
-

in Mio. EUR

Vorjahreswerte gemäß der 2017 ausgewiesenen Segmentstruktur.
1) Nach Marktsicht (Kundenstandorte).
2) Zur Definition der Sondereffekte siehe Betriebswirtschaftliche Kennzahlen und Sondereffekte.

Die Umsatzerlöse der Sparte Automotive stiegen 2017 um 5,1 % auf 10.869 Mio. EUR (Vj.: 10.338 Mio. EUR). Bereinigt um Währungsumrechnungseffekte betrug das Wachstum 5,9 %. Somit ist die Sparte im Berichtsjahr 2017 erneut stärker gewachsen als der Markt, d. h. die weltweiten Produktionsstückzahlen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge, der 2017 um 2,1 % zulegte. Maßgeblichen Anteil an dieser Entwicklung hatte dabei die positive Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr 2017, die sowohl vom Automotive OEM- als auch vom Aftermarket-Geschäft getrieben wurde.

Insgesamt verlief die Umsatzentwicklung in den Marktregionen 2017 sehr unterschiedlich. Die Region Europa verzeichnete ein leichtes Umsatz-Plus von 1,4 % (währungsbereinigt: +1,3 %) und lag damit unter dem durchschnittlichen Wachstum der regionalen Produktionsstückzahlen (+3,9 %). Die Region Americas verzeichnete im Berichtszeitraum ein Umsatz-Plus von 4,1 % (währungsbereinigt: +4,9 %) und lag damit über der regionalen Fahrzeugproduktion, die um 0,9 % zurückgegangen ist. In der Region Greater China baute die Sparte Automotive die Umsatzerlöse erneut deutlich aus, insbesondere durch Produkthochläufe im Automotive OEM-Geschäft. Insgesamt erzielte die Sparte Automotive in Greater China ein Umsatzwachstum von 18,4 % (währungsbereinigt: +22,9 %), während die regionale Fahrzeugproduktion um 2,6 % anstieg. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete bei einer um 2,1 % gestiegenen Fahrzeugproduktion u. a. durch Produkthochläufe ein Umsatzwachstum von 4,8 % (währungsbereinigt: +5,8 %).

Die Sparte Automotive organisiert ihr Geschäft nach den Unternehmensbereichen (UB) Motorsysteme, Getriebesysteme und Fahrwerksysteme sowie Automotive Aftermarket, die jeweils ihre Umsatzerlöse 2017 steigern konnten.

Der UB Motorsysteme erzielte im Berichtsjahr eine Umsatzsteigerung von 5,3 % (währungsbereinigt: +6,7 %). Maßgeblichen Anteil hatten hierbei die Produktgruppen der Ventiltriebe, v. a. im Bereich der vollvariablen Ventiltriebsysteme (v. a. Multiair). In der Produktgruppe Nockenwellenversteller konnten ebenfalls starke Steigerungen erzielt werden, insbesondere im Bereich der elektrischen Verstellsysteme. Sehr positiv entwickelte sich zudem das innovative Thermomanagementmodul, das sowohl in Verbrennungsmotoren als auch in Mobilitätskonzepten der Zukunft gebraucht wird.

Die Umsätze im UB Getriebesysteme stiegen um 6,3 % (währungsbereinigt: +7,4 %). Hierbei konnte der Umsatz bei Komponenten für automatisierte Getriebe, wie z. B. Drehmomentwandler und Doppelkupplungen, prozentual zweistellig gesteigert werden. Darüber hinaus stiegen die Umsatzerlöse in der Produktgruppe Zweimassenschwungrad deutlich. Getrieben wurde das Wachstum des Unternehmensbereichs insbesondere durch Produkthochläufe in der Region Greater China.

Das Umsatzwachstum im UB Fahrwerksysteme belief sich auf 3,6 % (währungsbereinigt: +4,2 %). Hierzu trug insbesondere die gute Umsatzentwicklung bei der neuesten Generation von Radlagern in der Region Greater China bei.

Der UB Automotive Aftermarket steigerte den Umsatz 2017 um 3,4 % (währungsbereinigt: +3,2 %). Das Wachstum war insbesondere auf den Bedarfsanstieg im Independent Aftermarket in der Region Americas zurückzuführen.

Die Umsatzkosten stiegen im Berichtsjahr um 7,1 % auf 7.915 Mio. EUR (Vj.: 7.389 Mio. EUR) und entwickelten sich damit überproportional zum Umsatz. Das Bruttoergebnis lag bei 2.954 Mio. EUR (Vj.: 2.949 Mio. EUR). Die Bruttomarge sank um 1,3 %-Punkte auf 27,2 % (Vj.: 28,5 %), insbesondere aufgrund von negativen Preiseffekten, die nicht durch entsprechende Produktionskostenoptimierungen ausgeglichen werden konnten.

Die Kosten der Funktionsbereiche erhöhten sich um 11,7 % auf 1.621 Mio. EUR (Vj.: 1.451 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anstieg der Funktionskosten auf 14,9 % des Umsatzes (Vj.: 14,0 %). Hierzu trugen insbesondere die um 15,4 % auf 713 Mio. EUR (Vj.: 618 Mio. EUR) gestiegenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bei. Bezogen auf den Umsatz bedeutet dies einen Anstieg auf 6,6 % (Vj.: 6,0 %). Neben den verstärkten Aktivitäten auf dem Gebiet der Elektromobilität, wo bereits mehrere Serienaufträge gewonnen werden konnten, spiegelt dies auch Projekte zur weiteren Optimierung des verbrennungsmotorischen Antriebsstrangs wider. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten lagen mit 908 Mio. EUR um 9,0 % über Vorjahresniveau (Vj.: 833 Mio. EUR). Hierin enthalten sind v. a. gestiegene Logistikkosten infolge höherer Volumina, insbesondere durch die signifikante Geschäftsausweitung in der Region Greater China.

Im Berichtszeitraum belief sich das EBIT auf 1.283 Mio. EUR (Vj.: 1.373 Mio. EUR) und die EBIT-Marge auf 11,8 % (Vj.: 13,3 %). Das EBIT war im Berichtsjahr mit Sondereffekten in Höhe von 47 Mio. EUR belastet (Vj.: 108 Mio. EUR). Hierin enthalten waren Sondereffekte für Rechtsfälle in Höhe von 17 Mio. EUR , die auf bilanzielle Vorsorgen für Schadensersatzansprüche zurückzuführen waren. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr Aufwendungen für Restrukturierungen für den Aufbau eines Shared Service Center in Europa in Höhe von 30 Mio. EUR anteilig in der Sparte Automotive erfasst. Das Vorjahr enthielt Sondereffekte für Rechtsfälle in Höhe von 82 Mio. EUR, die auf bilanzielle Vorsorgen für Kartellschadenersatzansprüche und sonstige Compliance-Fälle zurückzuführen waren. Des Weiteren wurden im Vorjahr Aufwendungen für Restrukturierungen in Höhe von 13 Mio. EUR erfasst, die im Rahmen der zweiten Welle des Programms „CORE“ anteilig auf die Sparte Automotive entfielen (Konsolidierung von gemeinsam genutzten Funktionen und Werkstrukturen). Zusätzlich wurde das Vorjahr durch sonstige Sondereffekte in Höhe von 13 Mio. EUR aus der Bereinigung des Produktionsportfolios belastet. Auf dieser Basis sank das EBIT vor Sondereffekten auf 1.330 Mio. EUR (Vj.: 1.481 Mio. EUR) bzw. die EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 12,2 % (Vj.: 14,3 %). Neben einer sinkenden Bruttomarge waren hierfür steigende Entwicklungsaufwendungen und Vorleistungen ursächlich. Im F&E-Bereich wurden die Aktivitäten im Bereich der E-Mobilität deutlich verstärkt, um die Grundlage für künftiges Wachstum zu schaffen. Darüber hinaus belasteten negative Währungseffekte die EBIT-Marge.

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