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Nachhaltigkeit

Handlungsfeld: „Mitarbeiter und Gesellschaft“

Verantwortung für die Mitarbeiter und gesellschaftliches Engagement sind feste Bestandteile des unternehmerischen Selbstverständnisses der Schaeffler Gruppe. Auf Basis des Wesentlichkeitsprozesses werden im Handlungsfeld Mitarbeiter und Gesellschaft die Themen Diversity, Arbeitgeberattraktivität, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Gesundheitsmanagement, Vergütung und Altersvorsorge, Mitarbeiterförderung und -entwicklung sowie gesellschaftliches Engagement fokussiert.

Diversity ist in der HR Strategie verankert und bedeutet für Schaeffler die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung unterschiedlicher Sichtweisen, Erfahrungen und Fachkompetenzen über alle Hierarchie- und Organisationseinheiten hinweg. Bereits in 2008 hat Schaeffler die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet und sich dazu verpflichtet, Diversity aktiv im Unternehmen zu fördern. Um das Thema sukzessive im Unternehmen zu verankern, wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Diversity-Konzept verabschiedet, das in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Wichtige Arbeitsfelder sind Demografie, Förderung von Frauen, Internationalität und Menschen mit Behinderung. So wurde im Berichtsjahr ein Reverse Mentoring Programm ins Leben gerufen, um den Erfahrungsaustausch zwischen Jung und Alt zu fördern und ein Internationales Netzwerk gegründet. Letzteres folgt der Zielsetzung Mitarbeiter global zu vernetzen und nutzt dabei die Möglichkeiten der Interaktion und Zusammenarbeit von Schaeffler CONNECT, dem neuen Social Intranet des Unternehmens.

Im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung werden an Organisations- und Arbeitsprozesse neue Anforderungen gestellt. Die Schaeffler Gruppe begegnet diesen Entwicklungen mit der Arbeitsformen-Initiative New Work, die Teil der „Agenda 4 plus One“ ist. Über interaktionsfördernde Arbeitsformen- und Raumkonzepte werden der Wissenstransfer und die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern gefördert und Innovationsprozesse unterstützt. Die ganzheitliche Herangehensweise zur optimalen Abstimmung zwischen Bürokonzeption, Arbeitsorganisation und Technik steigert die interdisziplinäre Kollaboration. Durch die Weiterentwicklung der bestehenden Unternehmenskultur und flexible Raumkonzepte wird die Strategie “Mobilität für morgen“ so auch in der Arbeitsumgebung erlebbar. Die Schaeffler Gruppe hat vier Pilotprojekte an den Standorten Schweinfurt, Erlangen und Nürnberg initiiert bzw. umgesetzt. Dort werden u. a. multifunktionale Räume, Ruhebereiche sowie sog. „Gravity Points“ zur Verfügung gestellt, in denen sich die Mitarbeiter flexibel und in angemessener und ansprechender Atmosphäre begegnen und besprechen können. Für das Unternehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Win-win-Situation: Die an die Bedarfe angepasste, innovative Nutzung der vorhandenen Ressourcen steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und die Arbeitgeberattraktivität deutlich.

Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) wurde im Berichtsjahr weiter systematisiert. Standort-spezifisch angepasste Gesundheitsprogramme wurden etabliert, die die jeweiligen Gegebenheiten des Arbeitsumfelds berücksichtigen. Hierzu wurde ein Standard-Analyse-Tool zur Mitarbeiterbefragung entwickelt und eingesetzt. In Schweinfurt, Wuppertal und Herzogenaurach wurde das Programm „Boxenstopp Rücken Aktiv“ zur tätigkeitsspezifischen Ausgleichsgymnastik am Produktionsarbeitsplatz initiiert. In Herzogenaurach, Eltmann und Bühl wurde das Trainingsprogramm „Fit4Shift“ für schichtarbeitende Mitarbeiter entwickelt, um gesundheitlichen Belastungen wie Schlafstörungen und Stress vorzubeugen. In Bühl und Herzogenaurach wurde das Programm „Fit4Innovation“ gestartet. Hierbei wird künftigen Projektleitern Wissen über Stressvermeidung und Resilienz vermittelt sowie die stabilisierende Netzwerkbildung untereinander gefördert. Um die Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements deutschlandweit in der gleichen Qualität anbieten zu können, wurde im Berichtsjahr eine Kooperation mit einer bundesweit tätigen Krankenkasse begonnen. Hierdurch kann das Unternehmen auf ein bestehendes Netzwerk von zertifizierten Dienstleistern zurückgreifen und eine flexible Planung und Durchführung von BGM-Maßnahmen ermöglichen.

Im Rahmen der Initiative Factory for Tomorrow als Teil der „Agenda 4 plus One“ erfolgte im Bereich der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung an zwei Standorten der Rollout des neu entwickelten Arbeitsplatzkatasters. Es handelt sich dabei um eine Datenbanklösung, die die ergonomischen Belastungen am Arbeitsplatz ermittelt und sichtbar macht. Mit Hilfe des Tools werden die Fähigkeiten des Mitarbeiters mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes abgeglichen. Dies ermöglicht im Rahmen der Inklusion die Identifikation von leistungsadaptierten und leidensgerechten Arbeitsplätzen für körperlich eingeschränkte Mitarbeiter. Gleichzeitig fördert es die gezielte Reduktion belastender Arbeitsplätze.

Im Rahmen der HR Strategie stellen attraktive Vergütungs- und Nebenleistungsprogramme einen wesentlichen Baustein zur Mitarbeiterzufriedenheit dar. Zudem sind eine faire, transparente und leistungsorientierte Vergütung sowie bedarfsgerechte Altersvorsorgekonzepte wesentliche Merkmale eines attraktiven Arbeitgebers.

Die Vergütungsmodelle der Schaeffler Gruppe wurden im Berichtsjahr auf einheitliche, durchgängige Steuerungsgrößen umgestellt und für alle Mitarbeiterebenen angepasst. Dies führte im Rahmen der Erfolgsbeteiligung in Deutschland zu einer gleichwertigen Betrachtung von drei Kenngrößen. Neben der bestehenden Qualitätskennzahl wurde in 2017 zum einen die Unternehmenskomponente, bestehend aus dem Schaeffler Value Added und dem Free Cash Flow, angepasst und zum anderen die Liefertreue der deutschen Produktionsstandorte als neue Kennzahl eingeführt.

Mit dieser Anpassung verfolgt das Unternehmen nicht nur die Zielsetzung von durchgängigen und leistungsorientierten Vergütungsmodellen, sondern unterstreicht auch die Bedeutung des bewährten Ansatzes „Qualität–Kosten–Liefertreue“, bei dem ein starkes Qualitäts- und Kostenbewusstsein sowie die Liefertreue im Vordergrund stehen.

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität war die Einigung zum Beitritt der LuK GmbH und Co. KG in den Tarif der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg zum 01. Januar 2018. Tarifliche Arbeitsbedingungen und transparente Entgeltregelungen gelten gleichermaßen für gewerbliche wie angestellte Mitarbeiter.

Um etwaigen Versorgungslücken im Alter entgegenzuwirken, bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern attraktive arbeitgeber- und arbeitnehmerfinanzierte Vorsorgekonzepte an. Über ein eigenes Altersvorsorgeportal können sich die Mitarbeiter in Deutschland umfangreich über verschiedene Vorsorgekonzepte informieren und errechnen lassen, welche Einnahmen ihnen aus den jeweiligen Vorsorgemodellen voraussichtlich zur Verfügung stehen werden.

Mit dem systematischen Ideenmanagement bietet die Schaeffler Gruppe ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich aktiv am Unternehmensgeschehen zu beteiligen. Durch Einbringen ihrer Kreativität und ihres Wissens übernehmen die Mitarbeiter Verantwortung und verbessern kontinuierlich Prozesse sowie Produkte. Die Mitarbeiter der Schaeffler Gruppe reichten im Jahr 2017 insgesamt 33.988 Ideen über die Ideenmanagement-Software ein und erzielten somit Einsparungen in Höhe von rd. 20,8 Mio. EUR. Mit diesem System ist die Gruppe an 45 Standorten in 13 Ländern aktiv und bindet stetig weitere Standorte an. Als wichtiges Führungsinstrument unterstützt das Ideenmanagement die Führungskräfte bei der Zielerreichung und trägt zur langfristigen Sicherung des Unternehmenserfolges bei.

Mehr Informationen im Kapitel "HR Strategie"

In der Umsetzung gesellschaftlichen Engagements fokussiert sich die Schaeffler Gruppe auf drei Förderschwerpunkte: Bildung und Wissenschaft, Gesundheit und Soziales sowie Sport und Kultur. Bevorzugt werden Organisationen und Projekte im Umfeld der Schaeffler-Standorte unterstützt.

Im Bereich Bildung und Wissenschaft engagiert sich Schaeffler über strategische Partnerschaften und Kooperationen. Das Unternehmen ist z. B. Hauptpartner des „Young Car Mechanic“-Wettbewerbs, der im Mai 2017 das erste Mal in Polen stattfand. Schüler aus Polen, Litauen und Lettland traten gegeneinander an, um an einem speziell konstruierten Simulator verschiedene Aufgaben der virtuellen Fahrzeugreparatur durchzuführen. Ziel des Wettbewerbs ist es, das Interesse für den Beruf des Mechanikers bei jungen Leuten zu wecken.

Mit der HOPE-Initiative (engl., Health, Occupational skills, Preservation of culture & heritage and Empowerment of society) der Schaeffler Gruppe über die Schaeffler India Limited werden kontinuierlich Unterstützungsmaßnahmen in Indien umgesetzt. Nach dem Motto „Möge jeder glücklich sein“ wurde 2017 eine Schule in Vadodara, Indien, erweitert. Nach ursprünglich weniger als 200 Schülern, werden bald 800 die Möglichkeit haben einen Bildungsweg einzuschlagen.

Darüber hinaus trägt die Schaeffler Gruppe u. a. über die Förderung von sportlichen und kulturellen Aktivitäten zur Wertevermittlung bei und setzt Impulse für eine positive gesellschaftliche Entwicklung. Im November 2017 nahmen die weiblichen Mitarbeiter des Schaeffler-Standorts Barcelona am europaweit größten Frauensport-Event „Carrera de la Mujer“ teil. Hierbei wurden Spenden gegen Brustkrebs und Gewalt gegen Frauen gesammelt. Zudem unterstützte Schaeffler erneut den „Lauf für Kaya!“, der in Verbindung mit dem 7. Earth Day in Herzogenaurach stattfand und zum Ziel hatte, den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Burkina Faso zu fördern.

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