Suchbegriff

Sparten

Industrie

  • Produkte und Lösungen für rd. 7800 Kunden aus unterschiedlichen Industriebranchen
  • Planmäßiger Verlauf des Programms „CORE“ zur Steigerung der Ergebnisqualität
  • Bündelung des Geschäfts mit mechatronischen Systemen und digitalen Dienstleistungen in einer Organisationseinheit Industrie 4.0

Kunden und Produkte

Die Sparte Industrie versteht und erfüllt die Bedürfnisse von Kunden aus zahlreichen verschiedenen Branchen. Das Angebot reicht von hochvolumigen Standardprodukten bis zu spezialisierten Einzellösungen und von mechanischen Komponenten über mechatronische Systeme bis zu digitalen Dienstleistungen. Gemeinsamer Nenner ist die Technologiekompetenz und das Verständnis des Gesamtsystems beim Kunden.

Das Steuerungsmodell der Sparte Industrie basiert auf einem regionalen Ansatz nach den Regionen Europa, Americas, Greater China und Asien/Pazifik. Innerhalb der Regionen ist das direkte Geschäft mit den OEMs in die acht Sektorcluster (1) Wind, (2) Raw Materials, (3) Aerospace, (4) Railway, (5) Offroad, (6) Two-Wheelers, (7) Power Transmission und (8) Industrial Automation gegliedert. Darüber hinaus gibt es das Geschäft über Händler durch den indirekten Vertriebskanal Industrial Distribution.

Diese Struktur bewährt sich bei den Kunden der Sparte Industrie, da ein großer Anteil der Kunden regional fokussiert ist. So kann auf Kundenbedürfnisse vor Ort noch gezielter eingegangen und die Kundenbindung gestärkt werden. Überregionale Themen wie z. B. die globale Technologie- und Produktstrategie werden durch die intensive Vernetzung der Regionen in der Sparte vorangetrieben. Ein globales Key-Account-Management für überregionale Schlüsselkunden stellt sicher, dass deren Bedürfnisse überall in der Welt gleichermaßen erfüllt werden. Damit richtet sich das Industriegeschäft konsequent an Kunden- und Markterfordernissen aus und stellt die Weichen für nachhaltiges, profitables Wachstum.

Für die Mobilität entwickelt die Sparte Industrie Wälzlager und antriebstechnische Lösungen für Fahr- und Motorräder, Schienenverkehrs-, Luft- und Raumfahrzeuge sowie Land- und Baumaschinen. Einen hohen Stellenwert hat dabei die Energieeffizienz, bspw. für umweltfreundliche Triebwerkskonzepte in der Luftfahrt. Schaeffler bietet Lagerlösungen für alle Antriebsarten, ob mechanisch, elektrisch oder hydraulisch. Bei den erneuerbaren Energien zeigt sich die technologische Kompetenz der Sparte Industrie schon heute in Produkten und Lösungen für die Wasserkraft, Solarenergie und Windkraft. Auch Kunden in den Branchen Papierindustrie, Rohstoffgewinnung, -aufbereitung und –verarbeitung spielen mit ihren meist „schwergewichtigen“ Wälzlageranwendungen für die Sparte Industrie eine wichtige Rolle. Seit Jahrzehnten ist die Sparte Industrie auch innovativer Systempartner im Sektorcluster Industrial Automation, besonders für Werkzeug-, Textil-, Druck-, Nahrungs- und Verpackungsmaschinen sowie für Medizintechnik und Halbleiterindustrie. Industrial Distribution verantwortet das Geschäft mit den Vertriebspartnern, die in den oben genannten Sektoren Endkunden und OEMs bedienen.

Die Anforderungen der Kunden nach intelligenten Lösungen und optimierten Life Cycle-Kosten eröffnen der Sparte Industrie neue Wachstumsfelder. Diese sollen durch die neu gegründete Organisationseinheit Industrie 4.0 erschlossen werden. In dieser Einheit wird das gesamte industriespezifische Geschäft mit mechatronischen Systemen und digitalen Dienstleistungen sowie den dafür erforderlichen Komponenten zusammengefasst. Das, was die Elektromobilität für die Sparte Automotive OEM bedeutet, stellt für die Sparte Industrie das Thema Industrie 4.0 dar. Im Rahmen der Strategie „Mobilität für Morgen“ ist das Thema Industrie 4.0 eine der zentralen Zukunftschancen. So wurde die Initiative Industry 4.0 als Teil des Exzellenzprogramms „Agenda 4 plus One“ definiert. Im Jahr 2022 sollen rd. 10 % des Umsatzes mit Produkten und Lösungen im Bereich Industrie 4.0 erzielt werden.

Absatzmärkte

Zentraler Indikator für die Entwicklung des relevanten Marktes für die Sparte Industrie ist das globale Marktvolumen für Wälz- und Gleitlager, für Lineartechnik und Serviceprodukte. Die Sparte Industrie erwartet, dass sich das Marktvolumen bei konstanten Preisen in den nächsten fünf Jahren um rd. 3 % erhöhen wird. Durch die zunehmende Anzahl der Wettbewerber, besonders aus Asien, wird die Wettbewerbsintensität zunehmen. Unterstellt man dadurch einen kontinuierlichen Preisrückgang, wird der relevante Markt daher nur leicht wachsen.

Wesentliche Wachstumstreiber

Die Basis für den Erfolg der Sparte Industrie ist zukünftig auch das starke Produktportfolio im Rotativ- und Linearbereich. Das Verständnis für den Einsatz der Produkte im System, das über Jahre in Zusammenarbeit mit Kunden aufgebaut wurde, ermöglicht zukünftig über die Wälzlagerung hinaus mit komplexen Mechanik- und Mechatroniksystemen sowie Industrie 4.0-Anwendungen zu wachsen.

Komponenten: Den Grundstein für ein erfolgreiches Wachstum der Sparte Industrie legt das Kerngeschäft mit Komponenten, die stetig weiterentwickelt und verbessert werden. Erfolgreiche Beispiele für Neuentwicklungen sind Lager mit X-Life-Qualität oder der innovative Werkstoff Mancrodur. Die Breite des Angebots von Standardprodukten mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis, technischer Beratung und kundenspezifischen Entwicklungen bietet jedem Kunden das Optimum zwischen Kosten und Nutzen.

Mechanische Systeme, Mechatronik und Industrie 4.0-Dienstleistungen: Voraussetzungen für ein erfolgreiches Systemgeschäft sind wettbewerbsfähige Komponenten und das Verständnis ihres Zusammenwirkens im System. Beide Voraussetzungen sind bei der Sparte Industrie durch die jahrelange Zusammenarbeit und Beratung der Kunden erfüllt. Mechanische Komponenten, Sensoren, Aktuatoren und Steuerungselektroniken werden zukünftig vermehrt zu mechatronischen Systemen integriert. Beispiele für sensorisierte Komponenten sind die auf der Messe EMO in Hannover vorgestellten „Spindlesense“ (sensorisiertes Spindellager) und „Durasense“ (sensorisierte Linearführung).

Die Sparte Industrie übernimmt dabei große Teile der Entwicklung und der Wertschöpfung selbst, der Rest wird in der Kooperation mit Zulieferern beschafft. So werden bspw. die Direktmotoren für Rundtische in der Lebensmittelindustrie und Linearantriebe in der Medizintechnik von der Sparte Industrie selbst entwickelt und gefertigt.

Mechatronische Systeme liefern die Datenbasis für digitale Dienstleistungen, die die Life Cycle-Kosten für den Kunden reduzieren. Die Sparte Industrie ist bspw. seit Jahren im sog. „Condition Monitoring“, der Überwachung des Betriebszustandes, aktiv. Weitere Serviceleistungen sind in der Entwicklung und sollen zum überdurchschnittlichen Wachstum der Sparte Industrie beitragen.

Programm „CORE“

Das im Geschäftsjahr 2015 vom Vorstand der Schaeffler AG begonnene Programm „CORE“ verläuft planmäßig. Die erste Welle wurde mit Erreichung der vereinbarten Personalabbauziele erfolgreich abgeschlossen. In 2017 wurde mit Hochdruck an der weiteren Ausgestaltung der im Geschäftsjahr 2016 vom Vorstand der Schaeffler AG beschlossenen zweiten Welle gearbeitet, um die zukünftigen Ergebnisziele zu erreichen. Zusätzlich zu den bereits kommunizierten und durchgeführten Maßnahmen zum Produktionsnetzwerk und Vertrieb sind weitere Effizienzmaßnahmen im Overhead und in den Herstellkosten geplant. Außer durch Kostensenkung soll die Profitabilität auch durch gezielte Preis- und Portfoliomaßnahmen gesteigert werden. Auf dieser Basis soll die EBIT-Marge vor Sondereffekten bis 2020 auf 11 bis 13 % verbessert werden.

Seite teilen

Schaeffler verwendet Cookies, um Ihnen eine optimale Nutzung zu gewährleisten. Durch die weitere Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Akzeptieren