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Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort

In die Zukunft führen

Ergebnisorientiert steuern

Jederzeit lieferfähig zu sein, gilt im Automotive Aftermarket als Schlüssel zum Erfolg. Doch perfekte Ergebnisse erreicht in einer komplexen Lieferkette nur, wer Transparenz schafft.

Das Wort „Ersatzteil“ findet Michael Junker zu simpel, wenn es um die Produkte des Automotive Aftermarket von Schaeffler geht. „Wir bieten komplette Reparaturlösungen an“, erläutert Junker, der weltweit für das Management der Lieferkette im Automotive Aftermarket verantwortlich ist. Eine Lösung bedeutet beispielweise, nicht nur eine einzelne Doppelkupplung zu liefern, sondern diese mit den notwendigen Zubehörteilen wie Führungshülsen, Sicherungsringen oder Einrücklagern zum Gesamtpaket zu komplettieren. Und sogar den passenden Werkzeugsatz kann man über Schaeffler bestellen. Denn kein Werkstatttermin sollte länger dauern als geplant – obwohl Schaeffler selbst gar keine Werkstätten beliefert. Die Kunden im Automotive Aftermarket sind Handelsunternehmen sowie die Aftermarket-Sparten der Fahrzeughersteller. „Unsere Aufgabe ist es, den Bedarf gut ein­zuschätzen, um jederzeit lieferfähig zu sein, ohne dass wir große Bestände aufbauen.“ Das ist einfacher gesagt als getan, denn die einzelnen Komponenten einer Reparaturlösung werden in Schaeffler-Werken sowie bei externen Lieferanten gefertigt. Die Vorlaufzeit von der Bestellung bis zur Anlieferung beträgt mindestens 30 Tage, während der Abruf innerhalb weniger Tage oder sogar im Verlauf von wenigen Stunden als Expressversand erfolgt.

Die Steuerung des Gesamtprozesses ist äußerst komplex, da Michael Junker mit seinem Team auf viele interne und externe Akteure zurückgreifen muss. Wesentliches Führungsinstrument ist daher ein ausgeklügeltes Kennzahlensystem. „Es reicht aber nicht, irgendwelche Kennziffern festzulegen“, so Junker. „Nur wenn wir diese über alle Führungsebenen hinweg transparent machen und in ein Gesamtsystem bringen, erreichen wir, dass alle in die gleiche Richtung arbeiten.“ Besonders wichtig ist dies in herausfordernden Situationen. „Gerade in solchen Phasen widmen wir uns als Managementteam fokussiert dem ausschlaggebenden Indikator. Etwa: Wie gut ist unsere Lagerperformance aktuell? Das hat letztlich immer zum Erfolg geführt.“

Zentrale Drehscheibe


180

Millionen Euro investiert die Sparte Automotive Aftermarket in den Neubau eines Montage- und Verpackungszentrums in Halle (Saale).


40.000

verschiedene Artikel für Pkw, leichte und schwere Nutzfahrzeuge sowie Traktoren durchlaufen den Prozess.


Drei wesentliche Prozessschritte:

1.

Zusammenstellen einzelner Komponenten zu einer Reparaturlösung

2.

Verpacken

3.

Versenden

Zur Ergebnisorientierung gehört für Junker auch eine offene Fehlerkultur: „Nur wenn man Fehler offen und transparent kommuniziert und nicht mit dem Finger auf andere zeigt, kann die Organisation die richtigen Schlüsse ziehen und sich kontinuierlich weiterentwickeln.“ Zu dieser Weiterentwicklung trägt auch die Investition in Höhe von 180 Millionen Euro in ein zentrales Montage- und Verpackungszentrum in Halle (Saale) bei. Die Kunden sollen davon durch noch schnellere Lieferungen profitieren. Gleichzeitig arbeitet Michael Junker daran, die Prognosequalität durch den Einsatz intelligenter Analysewerkzeuge zu verbessern – nicht im Rahmen von komplexen Großprojekten, sondern durch kleine, aber kontinuierliche Schritte. „Nur so können wir herausfinden, was gut funktioniert und was nicht“, sagt er. Nachhaltig gute Ergebnisse sind nicht nur das Resultat perfekter heutiger Prozesse, sondern auch des ständigen Hinterfragens und Nachsteuerns.

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