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Industrie 4.0

In Bewegung bleiben

Maschinen vernetzen, Produktion digitalisieren

Vernetzte Maschinen, intelligente Fabriken, digitale Verzahnung von Prozessen – Schaeffler realisiert die nächste Industriewende.

Windkraftanlagen, die eigenständig Wartungsarbeiten planen. Werkzeugmaschinen, die die Reihenfolge der Bearbeitung selbst bestimmen. Regalbediengeräte in Hochleistungslagern, die sich selbst Reparaturen verordnen. Die Versprechen der Industrie 4.0 sind längst keine Lippenbekenntnisse mehr, sondern werden durch den digitalen Wandel und das Internet der Dinge zusehends Realität. „Als einer der führenden Automobil- und Industriezulieferer werden wir in den nächsten Jahren verstärkt in diesen Bereich investieren, um unsere Kunden bei der digitalen Transformation zu begleiten“, sagt Rauli Hantikainen. Er leitet das Strategische Geschäftsfeld Industrie 4.0 und damit die Organisationseinheit, die Anfang 2018 im Rahmen des Zukunftsprogramms „Agenda 4 plus One“ etabliert wurde. Das Geschäftsfeld mit 300 Mitarbeitern bündelt sämtliche Kompetenzen und Aktivitäten auf diesem Gebiet und hat sie innerhalb eines Jahres konsequent ausgebaut.

Industrie 4.0 für alle

Ziel von Schaeffler sind Industrie 4.0-Lösungen für den breiten Markt – also auch für kleine und mittelständische Unternehmen.

Als einer der führenden Automobil- und Industriezulieferer werden wir in den nächsten Jahren verstärkt in diesen Bereich investieren, um unsere Kunden bei der digitalen Transformation zu begleiten.

Rauli Hantikainen, Leiter Strategisches Geschäftsfeld Industrie 4.0

Vor allem mit der Smartifizierung von mechatronischen Produkten und der Etablierung neuer smarter Services in innovativen Geschäftsmodellen will Schaeffler Partner für OEMs, Anlagenbetreiber und Service-Anbieter für die Industrie sein und die Herausforderungen der Industriewende meistern. Das „Smart Eco-System“ bietet den Kunden dazu eine Hardware-, Software- und IT-Infrastruktur, die alle Stufen der digitalen Wertschöpfung umfasst: angefangen bei mechatronischen Komponenten und Sensorik über Cloud-Dienste zur Datenanalyse und -visualisierung bis hin zu Lösungen wie Robotern und Anwendungen, die einen Echtzeit-Eingriff an Maschinen oder Anlagen vor Ort zulassen. Dank standardisierter Schnittstellen und verschlüsselter Kommunikation ermöglicht die flexible Architektur dem jeweiligen Kunden, seinen individuellen Weg der Digitalisierung zu gehen.

Gemeinsam bewegen: Nicht weniger als die vierte industrielle Revolution ist die Herausforderung für Rauli Hantikainen (2. von links) und Dr. Tomas Smetana (rechts).
Gemeinsam bewegen: Nicht weniger als die vierte industrielle Revolution ist die Herausforderung für Rauli Hantikainen (2. von links) und Dr. Tomas Smetana (rechts).

Wälzlager sind dort eingebaut, wo mechanische Kräfte wirken. Sie sind deshalb prädestiniert, um Daten für die Prozesssteuerung und Maschinenüberwachung zu gewinnen. Doch wie kommt man an die Daten? Erst im Zusammenspiel mit intelligenten Sensoren, Aktoren, Maschinensteuerungen und Software können konkrete Informationen über den Zustand von Lagern und deren industrielle Umgebung verwertet werden. Konkrete smarte Servicelösungen sind der ConditionAnalyzer und der LifetimeAnalyzer. Betreiber von Windkraftanlagen nutzen beispielsweise den smarten ­Service LifetimeAnalyzer von Schaeffler, um präzisere Analysen und Prognosen über den Zustand der eingesetzten Getriebe zu erhalten. Das cloudbasierte Tool liefert über spezielle Algorithmen und damit zusammenhängende digitale Simulationsmodelle konkrete Aussagen zur prognostizierten Lebensdauer auf Basis der realen Daten der Windturbine sowie Handlungsempfehlungen für den weiteren Betrieb und die vorausschauende Instandhaltung.

„Unsere Kernzielgruppe sind die Menschen vor Ort – die Maschinenbediener beim Betrieb der Anlage und die Servicemitarbeiter in der Instandhaltung. Dazu müssen wir auch deren Herausforderungen, Probleme und Bedürfnisse ergründen“, sagt Dr. Tomas Smetana. Er ist Chief Technology Officer der Region Asien/Pazifik. „Die Anwendung ­liefert ihnen unmittelbar einen Mehrwert: Sie können ihre KPIs in Echtzeit überwachen, bei Problemen sofort reagieren und ausgefallene Maschinen schneller zurück in den Produktionsablauf bringen.“ Smetana ist an für Schaeffler wichtigen Fronten für Industrie 4.0 in Asien/Pazifik im Einsatz. Für das Geschäftsfeld hat er das „RoboLab“ im japanischen Yokohama etabliert. Die Erkenntnisse hieraus fließen in ein Pilotprojekt mit einem asiatischen Kunden, dessen Produktion optimiert werden soll. Ziel ist die smarte Fabrik. Dabei werden kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, zur Unterstützung der Montage eingesetzt, fahrbare Roboterplattformen zum Lastentransport eingeführt und dezentral an Maschinen und Anlagen drahtlose Sensornetzwerke für Big-Data-Anwendungen installiert.

Im „RoboLab“ in Yokohama forschen Dr. Tomas Smetana (rechts) und sein Team an Lösungen für eine smarte Fabrik.
Im „RoboLab“ in Yokohama forschen Dr. Tomas Smetana (rechts) und sein Team an Lösungen für eine smarte Fabrik.

„Ziel von Schaeffler ist es, Lösungen für einen breiten Markt zu entwickeln“, erklärt Rauli Hantikainen. Das soll das Thema Industrie 4.0 auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant und erschwinglich machen. Auf diesem langen Weg sind für das Geschäftsfeld Partnerschaften mit der Wissenschaft, anderen Unternehmen und Start-ups enorm wichtig. Denn nur gemeinschaftlich lassen sich die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution stemmen. Schaeffler kooperiert unter anderem mit der Fraunhofer-Gesellschaft, dem Gründer-Campus Factory Berlin und dem Zollhof Tech Incubator in Nürnberg. Zugleich schließt die Sparte auch strategische Zukäufe nicht aus: „Wir prüfen sehr genau, welche Investments für uns vielversprechend sind – etwa weil wir durch sie einen schnelleren Zugang zu neuen Technologien und Prozesslösungen bekommen oder weil wir neue Märkte oder Kundengruppen für uns erschließen können.“

Im Profil
Rauli Hantikainen, Leiter Strategisches Geschäftsfeld Industrie 4.0, Schweinfurt/Deutschland
Rauli Hantikainen
Leiter Strategisches Geschäftsfeld Industrie 4.0, Schweinfurt/Deutschland
Dr. Tomas Smetana, Chief Technology Officer der Region Asien/Pazifik und Mitglied des Executive Board Asien/Pazifk, Yokohama/Japan
Dr. Tomas Smetana
Chief Technology Officer der Region Asien/Pazifik und Mitglied des Executive Board Asien/Pazifk, Yokohama/Japan
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