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E-Mobilität

Antriebstechnik elektrifizieren

Als Partner der Automobilindustrie wandelt sich Schaeffler vom reinen Komponentenzulieferer zum innovativen Entwickler für modernste Antriebssysteme. Populäre US-Modelle werden 2019 mit Schaeffler-Hightech hybridisiert.

Ingenieure von Schaeffler arbeiten an einer Vielzahl von Technologien, mit denen Autos sauberer und sparsamer werden. Der Verbrennungsmotor und die dazugehörigen Getriebe stehen dabei ebenso im Fokus wie Lösungen für die Elektrifizierung und Hybridisierung von Fahrzeugen. „Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2030 rund 30 Prozent der weltweit neu zugelassenen Pkw von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, 40 Prozent von einem Hybridantrieb und 30 Prozent rein elektrisch“, erklärt Matthias Zink, CEO Automotive OEM der Schaeffler AG. Die steigende Vielfalt und Komplexität der Technologien stellt die Branche vor enorme Herausforderungen. Zugleich sind Themen wie hohe Reichweite, schnelles Laden, niedriger Anschaffungspreis, aber auch Fahrspaß und Komfort wichtig für die Kundenakzeptanz.

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Ingenieure entwickeln bei Schaeffler im Unternehmensbereich E-Mobilität in den Kompetenzzentren in Bühl, Herzogenaurach (Deutschland), Wooster (USA) und Anting (China) Systeme und Komponenten für neue Antriebstechnologien.

Mit dem neuen Unternehmensbereich geben wir Schaeffler eine Stimme in Sachen E-Mobilität.

Dr.-Ing. Jochen Schröder, Leiter Unternehmensbereich E-Mobilität

Als Partner der Automobilindustrie hat Schaeffler diese Entwicklungen genau im Blick und bietet seinen Kunden vielfältige Lösungen an. Und das sowohl für den 48-Volt- als auch den Plug-in- und Full Hybrid – zum Beispiel das innovative Hybridgetriebe Schaeffler Multi Drive – sowie auch für rein batteriegetriebene Fahrzeuge. Die Expertise in diesem Feld wurde im Januar 2018 im neuen Unternehmensbereich E-Mobilität gebündelt. „Damit geben wir Schaeffler eine Stimme in Sachen Elektromobilität“, so Dr.-Ing. Jochen Schröder, Leiter Unternehmensbereich E-Mobilität der Schaeffler Gruppe. Rund 1.200 Ingenieure entwickeln unter Schröders Ägide in den Kompetenzzentren in Bühl, Herzogenaurach (Deutschland), Wooster (USA) und Anting (China) Systeme und Komponenten für neue Antriebstechnologien. Das Portfolio umfasst dabei komplette Hybridmodule aus Elektromotor, Kupplungs- und Dämpfersystemen ebenso wie komplette elektrische Achssysteme für Elektrofahrzeuge und zukünftig auch dedizierte Hybridgetriebe mit zwei Elektromotoren und integrierter Leistungselektronik. Hinzu kommen innovative Lagertechnik, Aktuatorik und Radnabenmotoren.

Patrick Lindemann (links) bewegt mit seinem Team in Wooster/USA.
Patrick Lindemann (links) bewegt mit seinem Team in Wooster/USA.
Dr.-Ing. Jochen Schröder (rechts) koordiniert aus Bühl 1.200 Schaeffler-Ingenieure im Unternehmensbereich E-Mobilität.
Dr.-Ing. Jochen Schröder (rechts) koordiniert aus Bühl 1.200 Schaeffler-Ingenieure im Unternehmensbereich E-Mobilität.

Das Ziel des jungen Unternehmensbereichs lautet, sämtliche Produktentwicklungen in die Großserie zu überführen, um letztendlich mit kostengünstigen und innovativen Lösungen der Elektrifizierung weiter zum Durchbruch zu verhelfen. Schließlich sind OEMs immer noch mit sehr hohen Produktionskosten für Hybrid- und Elektrofahrzeuge konfrontiert. Als Entwicklungslabor für künftige Elektroantriebe dienen auch die Engagements von Schaeffler und Compact Dynamics in der Elektro-Rennserie Formel E. Compact Dynamics ist ein Spezialist für innovative, elektrische High-Performance-Antriebe und gehört seit Januar 2019 zum Unternehmensbereich E-Mobilität. Schaeffler ist exklusiver Technologiepartner des Teams Audi Sport ABT Schaeffler bei der Entwicklung des Antriebsstrangs. Dabei wandern die Erfahrungswerte direkt von der Rennstrecke in die Arbeit des Unternehmensbereichs Elektromobilität an Serienlösungen für den Alltagsbetrieb – sei es in Sachen Systemverständnis, Kühlung des Motors, Entwicklung neuer Materialien, hocheffiziente E-Motoren oder Steuerungs-Software.

Die Schaeffler Gruppe verfolgt in den Zielmärkten verschiedene Ansätze, schließlich sind die Kundenpräferenzen und Gesetzgebungen von Land zu Land sehr unterschiedlich. Besonders China treibt wie kein anderes Land mit Subventionen und gesetzlichen Vorgaben den schnellen Wandel hin zu alternativen Antrieben voran. Schaeffler positioniert sich hier mit seinen Lösungen für Hybride und batterieelektrische Fahrzeuge. Das gilt auch für Europa, wo die künftigen CO2-Grenzwerte ohne eine breite Elektrifizierung der Fahrzeugflotten nicht eingehalten werden können. Ein Beispiel für Hightech aus dem Hause ­Schaeffler sind die elektrischen Getriebe an beiden Achsen im neuen Audi e-tron. An der Vorderachse wiegt das Schaeffler-Bauteil nur 16 Kilogramm und benötigt lediglich 150 Millimeter Bauraumtiefe, ist aber für ein Drehmoment von bis zu 400 Newtonmetern ausgelegt. Außerdem spielen auf dem europäischen Markt Komponenten und Systeme für 48-Volt-Konzepte eine wichtige Rolle.

Unser P2-Hybridmodul ermöglicht die Hybridisierung in diesem verkaufskräftigen Segment.

Patrick Lindemann, President Transmission Systems & E-Mobility

In den USA genießen Elektro- und Hybridfahrzeuge überwiegend an der Ost- und Westküste Popularität. Im Rest der USA bevorzugen die Endkunden größere Pkw – also SUV, Geländewagen und  Pick-up-Trucks. Letztere sind in den USA sogar die drei meistverkauften Fahrzeuge. In dieser Fahrzeugklasse wird zurzeit noch keine elektrifizierte Alternative angeboten. Hier hilft Schaeffler: „Unser P2-Hybridmodul mit integriertem Drehmomentwandler ermöglicht die Hybridisierung in diesem verkaufskräftigen Segment. Hier geben wir dem Endkunden deutlich höheren Fahrspaß durch mehr Leistung und Drehmoment und helfen gleichzeitig der Umwelt mit deutlich reduziertem CO2-Ausstoß“, berichtet Patrick Lindemann, President Transmission Systems & E-Mobility vom Standort Wooster/USA. Alles entscheidende Kaufargumente für die nordamerikanische Kundschaft.

Lindemann und sein Team sind dazu eine Partnerschaft mit einem namhaften US-Hersteller eingegangen. Diese Technologie wird für Endkunden ab diesem Jahr verfügbar sein. Mehrere unterschiedliche Hybridvarianten und -Modelle werden zeitnah folgen.

Schaeffler konnte mit seinen weltweiten Aktivitäten im Bereich Elektromobilität seine Marktposition weiter ausbauen. Dazu investiert die Gruppe bis zum Jahr 2020 rund 500 Millionen Euro in die Felder E-Motoren, Elektrik, Elek­tronik, Software und Antriebssystem-Entwicklung. Dabei wurden bereits Zukäufe kleiner und mittelständischer Unternehmen getätigt, die zur strategischen Ausrichtung exakt passen. Zum Beispiel Compact Dynamics sowie Elmotec Statomat – ein Pionier in der Herstellung von Stator-Fertigungsmaschinen und weltweit technologisch führender Lieferant von Maschinen zur Herstellung von Statoren für Elektromotoren, Alternatoren und Generatoren. Schaeffler ist also nicht nur mittendrin im Wandel, sondern treibt ihn aktiv voran.

Im Profil
Dr.-Ing. Jochen Schröder, Leiter Unternehmensbereich E-Mobilität, Bühl/Deutschland
Dr.-Ing. Jochen Schröder
Leiter Unternehmensbereich E-Mobilität, Bühl/Deutschland
Patrick Lindemann, President Transmission Systems & E-Mobility, Wooster/USA
Patrick Lindemann
President Transmission Systems & E-Mobility, Wooster/USA
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