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Wir sehen, was passiert. Bevor es passiert.

Zukunftschance Digitalisierung

Nutzererlebnis & Kundenwert

Der Trend zur Digitalisierung hat alle Branchen erfasst, in denen Schaeffler tätig ist, von der Automobilindustrie bis zur Energieerzeugung. Die Datenerfassung und -auswertung in Echtzeit soll die Produktivität erhöhen. Bereits heute bietet Schaeffler dafür digitale Service – wie die Online-Überwachung von Windkraftanlagen an ein Geschäftsmodell, das zukünftig deutlich ausgebaut werden soll.

Seit zehn Jahren leitet der gelernte Elektroniker Harald Reiners die Condition Monitoring Services von Schaeffler. Mit einer neuen Service-Plattform behält er Maschinen und Anlagen auch unterwegs unter ständiger Kontrolle.

Harald Reiners sitzt im Kontrollzentrum in Herzogenrath und ruft die Daten einer Windkraftanlage auf. „Diese hier hat seit einigen Wochen ein neues Getriebe“, erläutert er. „Mit unseren Sensoren bekommen wir ein genaues Lagebild über das Schwingungsverhalten. Anhand automatisch berechneter Parameter können wir dann überprüfen, ob die Anlage rundläuft.“ Seit zehn Jahren leitet der gelernte Elektroniker die Condition Monitoring Services von Schaeffler. Mit seinem Team aus etwa einem Dutzend Experten hat er rund 1.000 Maschinen unter ständiger Kontrolle, darunter Windkraftanlagen, Walzstraßen in Stahlwerken, Papiermaschinen und Schiffsantriebe. „Wir wollen unseren Kunden die Sorge um ihre Maschinen abnehmen, damit sie sich um ihr eigentliches Produkt kümmern können“, betont Reiners. „Bei Auffälligkeiten geben wir den Betreibern konkrete Empfehlungen, was zu tun ist.“ Die digitale Analyse im Online Monitoring Center ergänzen die Techniker

Analyse-Kompetenz: Die Schaeffler-Experten verstehen, was in der Maschine wirklich passiert.

Wir wollen den Betreibern die Sorge um ihre Maschinen ab­nehmen, damit sie sich um ihr eigentliches Produkt kümmern können.

Harald Reiners

Der Trend zur Digitalisierung hat alle Branchen erfasst, digitale Services werden eine wichtige Ergänzung zum eigentlichen Produkt. Sie können aber auch Grundlage für völlig neue Anwendungen werden. Ein Beispiel ist im Automobilbereich die Weiterentwicklung des mechatronischen Wankstabilisators. Bei dem von Schaeffler in Serie produzierten System handelt es sich um einen besonders effizienten, elektrischen Aktuator, der die Wank­bewegungen des Fahrzeugs ausgleicht. In einem zukünftigen, intelligenten System könnte dieser Aktuator nun zusätzlich zum Sensor werden, der Daten über den Straßenzustand aufnimmt. Zusammen mit einer genauen Lokalisierung können so in Echtzeit detailgenaue Straßenkarten entstehen, die über die Cloud abrufbar sind und die Betreiber von Infrastrukturen, aber auch den nachfolgenden Verkehr vor Schlaglöchern oder Bodenwellen warnen.

Lohnend: Vorausschauendes Condition Monitoring ermöglicht es, bei Schienenfahrzeugen Wartungsintervalle und Laufzeiten zu verlängern.
Lohnend: Vorausschauendes Condition Monitoring ermöglicht es, bei Schienenfahrzeugen Wartungsintervalle und Laufzeiten zu verlängern.

Auch den Betreibern und Herstellern von Schienenfahrzeugen können digitale Lösungen erheblichen Mehrwert bieten. So entwickelt Schaeffler mechatronische Systeme zur Überwachung und vorausschauenden Instandhaltung von Radsätzen und Antrieben für die Bahn. Vor-Ort-Sensoren erfassen dazu Temperaturen, Schwingungen und Drehzahlen. Eine intelligente Prozessor­einheit verarbeitet diese Rohdaten, die dann in der Cloud mit wei­teren Daten zusammengeführt, ausgewertet und als Service-Daten aufbereitet werden. Die Ergebnisse werden dort dem Kunden in einer anschaulichen Darstellung zur Verfügung gestellt.

Mit dem von den Ingenieuren entwickelten Konzept wird Schaeffler den geltenden europäischen gesetzlichen Vorgaben zur Heißläuferdetektion für Hochgeschwindigkeitszüge gerecht. Gleichzeitig ermöglicht es durch vorausschauendes Condition Monitoring eine Verlängerung der Wartungsintervalle und damit höhere Laufzeiten. In China entwickelt Schaeffler ein Radsatz-Überwachungssystem speziell für Hochgeschwindigkeitszüge. Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 500 km/h stellen höchste Anforderungen an die Antriebstechnik. Lösungen entwickelt Schaeffler im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit der führenden Southwest Jiaotong University.

Dieses Prinzip gilt auch im Online Monitoring Center in Herzogenrath. „Je nach Anwendung haben wir mit unseren Kunden bestimmte Service Levels mit regelmäßigen Zustandsberichten und Reaktionszeiten vereinbart“, berichtet Reiners. Darüber hinaus erstellen er und seine Kollegen konkrete Handlungsempfehlungen, sobald die Messsysteme kritische Auffälligkeiten melden. Manchmal reicht es schon, mehr Schmierstoff zuzugeben, in anderen Fällen müssen Komponenten ausgetauscht werden. Ein weiterer, zukünftiger digitaler Service ist die Berechnung von Restlaufzeiten für Wälzlager. Diesen Service können Betreiber nutzen, um Wartungen beispielsweise abhängig von den Jahreszeiten zu planen und vom System gemeldete Bauteile außerhalb der ertrag­reichen Monate zu ersetzen.

Windkraftanlagen, Kaltwalzbänder in Stahlwerken, Papierwerke und Schiffsantriebe sind bereits heute Teil des Monitoring-Netzwerks von Schaeffler.

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